Die Vorband mutierte zum Headliner

Cover-Rock war am vergangenen Wochenende in der „Wolfsklause“ in Oberwolfach angesagt. Leider musste jedoch die ursprünglich angekündigte Stuttgarter Hauptband „Dead End Dreaming“ kurzfristig krankheitsbedingt absagen.

Somit mussten die Fans leider auf Hits von „Volbeat“, „Danzig“ oder „Life Of Agony“ verzichten. Dafür stieg die Schramberger Formation „Alcohollywood“, die sich Rock- und Heavymetal-Klassiker auf die Fahnen geschrieben haben und eigentlich als Vorband eingeplant waren, zum Headliner auf. Als neuen Opener konnten die Veranstalter auf die Schnelle die Fischerbacher Nachwuchsrocker „Vex“ verpflichten.

„Vex“ machten ihre Sache vor noch überschaubarer Kulisse sehr ordentlich. Die metallisch-rockigen Songs der Jungs um Gitarrist und Sänger Andre Schondelmaier besitzen gemessen am recht jungen Alter der Bandmitglieder ein relativ hohes Maß an Qualität. Stücke wie „Black Riders“ oder „My Missing Part“ wussten zu gefallen und wurden von den Zuhörern artig beklatscht.

„Alcohollywood“ machten aus ihrer neuen Rolle als Headliner das Beste und zogen gut gelaunt ihr zweistündiges Set durch. Mit den ersten drei Songs „Ace Of Spades“ von „Motörhead“, „Balls To The Walls“ von „Accept“ und „Holy Diver“ von „Dio“ zeigte das Quartette gleich, wo der Hase lang läuft. Ein Heavymetal-Gassenhauer jagte den nächsten. Hits von „Judas Priest“, den „Scorpions“ oder „Kiss“ gehörten ebenso zum Repertoire, wie „Creeping Death“ von „Metallica“ oder „Fighting The World“ von „Manowar“. Euphorische Reaktionen erntete „Iron Maiden’s“ „Number Of The Beast“. Als Zugabe läutete der Vierer um Sänger Daniel Schondelmaier die „Hells Bells“ von „AC/DC“, anschließend war Zapfenstreich.

Ein Nachholtermin für „Dead End Dreaming“ ist in Planung. Beim nächsten Konzert in der „Wolfsklause“ ist am Samstag, den 13. November die schwedische Rock’n’Roll-Band „Cowboy Prostitutes“ zu Gast.