Die Rock-Fans waren beGEISTert

Mit den Kölnern "Geist" und den einheimischen "Gree" waren am vergangenen Samstag zwei nicht ganz alltägliche Rockbands in der "Wolfsklause in Oberwolfach" zu sehen.

Die "Geister" waren bereits zum dritten Mal im Wolftal zu Gast. Sie haben sich innerhalb der Rockmusik eine Nische gesichert, die noch weitestgehend unbesetzt ist im deutschsprachigen Raum. Es wird Musik mit intelligenten deutschen Texten geboten, die durch den Bauch in den Kopf geht, jenseits von ausgetretenen Pfaden, anspruchsvoll, komplex und dennoch eingängig und dabei immer hoch emotional.

Doch ehe die Jungs aus der Domstadt loslegten, durfte sich wie bereits beim letzten Klause-Konzert von "Geist" die aus Offenburg, Lahr und Freiburg stammende Band "Gree" dem Publikum präsentieren. Die Mannen um Sänger und Bandleader Stefan Miehle packten diese Gelegenheit beim Schopfe und überzeugten auf ganzer Linie. Die Songs von "Gree" verfügen über eine erstaunlich hohe Qualität. Der Sound des Vierers macht es sich irgendwo im Fahrwasser von Acts wie "Oceansize", "Incubus" oder "Porcupine Tree" bequem. Stücke wie "Decisions", "Passing Lights" oder das abschließende "More Feeling For Everyone" waren echte Hörgenüsse und ernteten mehr als nur Höflichkeitsapplaus. Eine klasse Band, die sich an diesem sicher Abend einige neue Freunde gemacht hat.

Anschließend war die Zeit für den Headliner gekommen. Gleich nach den ersten paar Takten von "Wahnsinn" war klar, warum die Band mittlerweile so viele Fans hat. Die "Geister" leben ihre Musik voller Energie auf der Bühne aus und kreieren eine Live-Atmosphäre, die jeden Zuhörer unweigerlich in ihren Bann zieht. Starke Songs wie "Wer, wenn nicht ich" oder "Erbe" ließen die Herzen der Rock-Liebhaber in der Wolfsklause höher schlagen. Interessant waren auch die Tracks "Panzer", "Strom" oder das Titelstück vom neuen Album "Feuerengel". Blickfang der "Geister" ist Frontmann Fares Rahmun, der nicht nur stimmlich, sondern auch als charismatischer Entertainer zu überzeugen wusste. Im Zugabenteil kam dann auch der sehnlichst erwartete Überhammer "Achtung" zum Zuge. "Für alle Zeit", Titelsong des Debut-Albums, bildete das Ende eines grandiosen Auftrittes.

Am 9. April ist die Hardcore/Metal-Institution "Narziss" aus Jena zum letzten Mail vor ihrer Bandauflösung in der "Wolfsklause" zu Gast. Die Vorbands heißen "Lastig Traces" und Down On Me". Tickets gibt es ab sofort in der Wolfsklause.