"Born From Pain" bringen die "Wolfsklause" zum Kochen


Das international renommierte holländische Hardcore-Metal-Flaggschiff "Born From Pain" war im Rahmen seiner Europa-Tour anlässlich der Veröffentlichung des neuen Albums "The New Future" am vergangenen Montag bei uns in der "Wolfsklause" in Oberwolfach zu Gast. Von nah und Fern reisten viele Fans an, was zur Folge hatte, dass wir frühzeitig das "Ausverkauft"-Schild an die Eingangstür hängen mussten.

Los ging’s mit "Hellwards", einer sechsköpfigen Metalformation aus dem Kehler und Offenburger Raum. Mit zwei Sängern ausgestattet, boten die Jungs einen brachialen Mix aus Deathmetal und Hardcore, variabel sowohl was die Geschwindigkeit betrifft, als auch den Gesang. Songs wie "Berserk", "Switch" oder "Eternity" kamen beim Publikum sehr gut an.


Als die Engländer "Heights" die Bühne betraten, war die "Wolfsklause" bereits rappelvoll. Die Stimmung war prächtig und die fünf Jungs aus Welwyn Garden City ließen sich dadurch zur Höchstleistung anstacheln. Die Band bot Post-Hardcore der modernen Prägung mit enormer Live-Intensität. Vor allem Sänger Thomas Debaere ging bei Tracks wie "These Streets", "Gold Coast" oder "Dead Ends" mächtig ab. Klasse Auftritt!

Noch mächtiger ab ging’s dann allerdings bei "Born From Pain". Die Holländer gehören zu den dienstältesten und bekanntesten Bands in Europa, die seinerzeit den Versuch wagten, Hardcore mit Metal zu fusionieren und verfügen daher über eine große Fangemeinde. Nach ihrem unvergesslichen Auftritt im Jahr 2009 waren die sympathischen Holländer nun zum zweiten Mal in der "Wolfsklause" zu Gast. Vom ersten Gitarrenriff an spielten sich vor der Bühne tumultartige Szenen ab. Wildes Pogotanzen und lautes Mitsingen standen ganz oben auf der Tagesordnung der Fans. Klassiker wie "Rise Or Die" oder "The New Hate" sind Songs für die Ewigkeit, bei "Relentless" musste man Angst um das Inventar der "Wolfsklause" haben. Aber auch neue Stücke wie "Change Or Die" fanden den Weg auf die Setlist. Bei Sauna ähnlichen Temperaturen legte der Vierer trotz Rückenproblemen von Sänger Rob Franssen einen famosen Gig auf die Bretter und wurde vom Publikum zu Recht frenetisch abgefeiert, auch für die politisch wertvollen Ansagen. Nach dem Konzert zeigten sich "Born From Pain" als sehr fannahe Band, verweilten noch lange an der Theke und kündigten an, dass sie mit Sicherheit mal wieder im Wolftal vorbeischauen werden.