Die Belgier ließen es mächtig krachen


Nach dem etwas gemäßigteren Rockkonzert mit „Sinew“ und „Earthlimb“ im November gab es in der „Wolfsklause“ diesmal die volle Dosis Hardcore und Metal. Die belgische Hardcore-Szenegröße „Do Or Die“ war in Oberwolfach zu Gast. Auch die beiden Vorbands „Selfish Hate“ und „Epitome Of Frail“ gaben kräftig Gas.

Im Gegensatz zu manch anderen Konzerten war schon bei der ersten Band ordentlich was los vor der Bühne. „Selfish Hate“ aus Freiburg brachten einige Fans mit und entzückten diese mit ihrem brachialen Oldschool-Hardcore inklusive Metal-Kante. Zu den Klängen des seit 2006 aktiven Quartetts wurde im Moshpit ausgiebig der Weihnachtsspeck geschüttelt. Highlights waren unter anderem „Today, Tomorrow, Forever“ und „Seventynine“.



Mit „Epitome Of Frail“ wurde es dann etwas metallischer. Die Donaueschinger waren bereits zweimal in der „Wolfsklause“ zugegen. Seit ihrem letzten Gastsspiel hat sich einiges getan. Die Band hat mit Pierre Mochar einen neuen Sänger und der Metalsound des Fünfers ist eine Spur extremer geworden im Vergleich zu früheren Tagen. Als Vorbilder dienen nun Bands wie „The Black Dahlia Murder“, „All Shall Perish“ oder „Parkway Drive“. Harte Brocken wie „This Is Not Humanity“ oder „Day In August“ kamen gut an bei der Menge.



„Do Or Die“ waren aufgrund ihrer langen Anreise erst spät in der „Wolfsklause“ eingetroffen. Die Belgier akklimatisierten sich jedoch in Windeseile und legten einen furiosen Gig auf die Bühne. Der brettharte Sound des Sextetts aus Mons vereint Hardcore der alten Schule mit moshkompatiblen Riffs der Marke „Hatebreed“ oder „Machine Head“, fetten Breakdowns und den massiven Shouts der beiden Frontmänner Chris Michez und Stéphane Frocheur. Auf der Tanzfläche ging es bei Knallern wie „Heart Full Of Pain“ oder „I Will Rise Again“ mächtig ab. Sowohl die Band, als auch das Publikum hatte einen Heidenspaß. Auch eine kurze Pause aufgrund eines Saitenwechsels am Bass tat der guten Stimmung keinen Abbruch, denn Oldie Ruddy Collyns überbrückte die Lücke mit einem gekonnten Schlagzeugsolo. „Breakthrough“ und „B.F.“ sorgten nochmals für Tumulte vor der Bühne und zeigten, dass „Do Or Die“ zurecht zu den großen Nummern in der  europäischen Hardcore-Szene gehören.



Am Freitag, dem 18. Januar findet die nächste Auflage von „Metalworks“ mit DJ „Matsche“ in der „Wolfsklause“ statt. Mit den Konzerten geht es nach Fasnacht wieder weiter.