Unglaubliche Intensität beim „Neaera“-Konzert


Die Liebhaber von amtlichem Geknüppel kamen beim Konzert der Szenegröße „Neaera“ in der „Wolfsklause“ voll auf ihre Kosten.

Um halb acht waren die letzten übrig gebliebenen Tickets an der Abendkasse verkauft, sodass bereits 90 Minuten vor Konzertbeginn das „Ausverkauft“-Schild am Eingang prangerte. So durften schon die Jungs von „Andy Rive“ vor gut gefülltem Haus auf die Bühne. Die Nachwuchshoffnung aus Denzlingen überzeugte mit ihrem melodischen und dennoch harten Metalcore und brachte das Publikum mit Stücken wie „Open Sea“ oder „Sirens“ in Fahrt.


Die zweite Kapelle des Abends hieß „As Death Has No Calendar“, eine junge, talentierte Band aus der Gegend zwischen Achern und Rastatt. Melodischer, deutschsprachiger Metalcore mit packenden Breakdowns und anspruchsvollen Gitarrenriffs war angesagt, angelehnt an Vorbilder wie „Callejon“. Songs wie „Schattenspiel“ oder der Hit „Der Anfang vom Ende“ strotzten vor Energie und brachten die Anwesenden auf Betriebstemperatur für den Headliner.


Und dieser hieß „Neaera“. Zusammen mit Bands wie „Heaven Shall Burn“, „Maroon“ oder „Caliban“ bilden Münsteraner die Speerspitze der deutschen Metalcore-Szene. Dennoch waren sie sich nicht zu schade, den Fans im Schwarzwald einen Besuch abzustatten. Los ging es mit den Titeltrack des neuen Albums „Ours Is The Storm“. Von der ersten Sekunde an herrschte vor der Bühne Ausnahmezustand.
Im weiteren Verlauf bekam das Publikum bei Knallern wie „Armamentarium“, „Paradigm Lost“ oder dem Klassiker „The World Devourers“ einen packenden Mix aus Metalcore und Deathmetal der skandinavischen Schule auf allerhöchstem Niveau um die Ohren gepustet. Der Fünfer deckte mit der Setlist sämtliche Epochen seines musikalischen Schaffens ab und war sichtlich angetan von der ausgelassenen Stimmung in der „Wolfsklause“. Trotz sauna-ähnlichen Temperaturen spielten sich auf der Tanzfläche tumultartige Szenen ab.
 
Verschwitzte Körper flogen beim Pogotanzen wild durcheinander. Sänger Benjamin Hilleke wurde auf den Händen der Menge einmal quer durch die „Wolfsklause“ und wieder zurück zur Bühne getragen. Mit „Let The Tempest Come“ endete der reguläre Teil des Auftritts. Die Band ließ sich jedoch nicht lumpen und verlangte sich und der ausgelassenen Menge bei der ersten Zugabe „Synergy“ nochmals alles ab. Mit der zweiten Zugabe „In Defiance“ endete dann eines der intensivsten Konzerte, welches die „Wolfsklause“ je erlebt hat.