Legendärer Auftritt von „Deez Nuts“ in der „Wolfsklause“

 


Ein unglaublich stimmungsvolles und intensives Konzert erlebten die zahlreichen Fans beim Auftritt der australischen Hardcore-Band „Deez Nuts“ am vergangenen Freitag in der „Wolfsklause“ in Oberwolfach.


Dass „Deez Nuts“ in der Hardcore-Szene eine ganz große Nummer sind, zeigt alleine schon die Tatsache, dass das Konzert bereits über zwei Wochen vorher ausverkauft war. Nicht einmal die mittlerweile zu echten Rock-Stars mutierten „Volbeat“ hatten dies bei ihrem Gastsspiel im Wolftal im Jahre 2007 geschafft.

Schon die beiden Vorbands durften sich bei ihren Auftritten einer stattlichen Kulisse erfreuen. „Down On Me“ aus Kehl boten eine gut abgehende Mischung aus Punk, Metal und Hardcore, mit Schwerpunkt auf Letzterem. „The Bitter Truth“ oder „Black Business Suit“ wussten zu gefallen und wurden kräftig beklatscht.



„Deliver“ aus Stuttgart sind alte Hasen, die einzelnen Mitglieder sammelten in diversen Bands schon viel Erfahrung auf dem Hardcore-Sektor. Die Stücke des Fünfers verfügen über jede Menge Qualität und sorgten für viel Bewegung im Publikum. Die gehaltvollen Ansagen von Frontmann Heiko Blocher gaben starken Songs wie „Directions“ oder „Resistance“ einen würdigen Rahmen. Mit „Dead End 21“ tat die Band ihre Abneigung gegenüber „Stuttgart 21“ kund und beendete wenig später unter tosendem Applaus einen sehenswerten und energiegeladenen Gig.



Nun war die Zeit reif für den heiß ersehnten Headliner. Über Moskau und St. Petersburg waren „Deez Nuts“ angereist, um in der „Wolfsklause“ ihre dreiwöchige Europatour zu starten. Eine große Ehre für unsere kleine Konzert-Location! Mit den ersten Akkorden des Openers „Shot After Shot“ herrschte vor der Bühne der absolute Ausnahmezustand. Bei Knallern wie „Stay True“ oder „Damn Right“ gab es kein Halten mehr, die „Wolfsklause“ explodierte förmlich. Die Fans sangen die Texte frenetisch und lautstark mit und machten aus dem Auftritt ihrer Helden eine riesengroße Party. Die Band um Sänger und Front-Ikone JJ Peters war bester Laune und sichtlich angetan von der ausgelassenen Party-Stimmung. Auch ein Flitzer in einem „Borat-Mankini“, einer Art Tanga mit Hosenträgern, sorgte für viele Lacher, nicht zuletzt unter den Musikern. Die Temperatur in der „Wolfsklause“ näherte sich dem Siedepunkt, dennoch knallte der Vierer aus Melbourne dem Publikum noch einige herrlich prollige und party-taugliche Hardcore-Brocken um die Ohren. Pogotanzen und Crowdsurfen waren in Endlosschleife angesagt. Zum Abschluss eines unvergesslichen Konzertes gab es mit „I Hustle Everyday“, „Like There’s No Tomorrow“ und „Band Of Brothers“ drei phänomenale Gassenhauer in Serie. Eine Zugabe inklusive einem Circlepit für die Ewigkeit rundete das Gesamtbild eines etwas zu kurzen, aber dennoch legendären Konzertes ab.