Ausgelassene Stimmung bei „Gasmac Gilmore“


Die Wiener Band „Gasmac Gilmore“ versprühte bei ihrem Gastspiel am vergangenen Samstag in der „Wolfsklause“ in Oberwolfach jede Menge gute Laune. Der Mix aus Rockmusik und Balkan-Klängen sorgte für ausgelassene Stimmung im Publikum. Auch die beiden Vorbands wussten vollauf zu überzeugen.

Zwar waren die Zuschauerreihen noch etwas spärlich besetzt, als „Facing Stanley“ den Startschuss gaben, doch jene Rockfans, die bereits da waren, bekamen einiges geboten. Das Quartett aus Straßburg zeigte von Bands wie „The Mars Volta“ oder „Jane’s Addiction“ beeinflusste Rockmusik – mal ruhig und entspannt, mal wild und bizarr. Die variable Gesangsleistung von Howie Saw war aller Ehren wert und verlieh groovigen Songs wie „Mirror, Mirror On The Wall“ oder „If I Were You“ das gewisse Etwas. Die Leistung von „Facing Stanley“ ist umso höher zu bewerten angesichts der Tatsache, dass dieser Auftritt gerade einmal der zweite in ihrer bislang kurzen Bandgeschichte war.


Dieses hohe Niveau konnten „Sick Of The Law“ erwartungsgemäß halten. Schon bei ihrem letzten Konzert in der „Wolfsklause“ vor über vier Jahren wussten sie voll zu überzeugen. Der Stil des Vierers aus dem Raum Lahr und Freiburg lässt sich als Alternative-Rock mit Einflüssen von Punk und Grunge beschreiben. Die Vergleiche mit „Nirvana“ sind vor allem der Tatsache zu verdanken, dass der Gesang von Tobias Sigg dem vom Kurt Cobain sehr ähnelt. Zusammen mit modernen Elementen und eingespielten Samples entstand ein stimmiges Gesamtpaket, das keine Wünsche offen ließ. Für „Feed My Expectations“ oder „Sister, Sister“ ernteten „Sick Of The Law“ kräftigen Beifall.


Nach einem klassischen Intro legten „Gasmac Gilmore“ mächtig los. Der Stil der Wiener vereint Rockmusik mit Balkan- und Klezmer-Elementen zu einem wilden Party-Cocktail. Spätestens ab dem dritten Song „And We Dance“ gab es im mittlerweile zahlreich vertretenen Publikum kein halten mehr. Sänger Matthias Wick, dessen Stimme unverkennbare Parallelen zu „System Of A Down“-Frontmann Serj Tankian aufweist, hatte die Fans fest im Griff. Ukulele, Trompete und Akustik-Gitarre sorgten für viel Abwechslung und jede Menge Tanzlaune bei den Fans. Bei „The Monkey March“, dem größten Hit der Österreicher, hüpfte die komplette „Wolfsklause“ freudig erregt über die Tanzfläche. Aber auch Songs wie „Camilla“, „Pitchblack“ oder „I Am God“ waren echte Gute-Laune-Garanten. Als das reguläre Programm mit „Feed Another, Eat Each Other“ endete, forderte das begeisterte Publikum frenetisch eine Zugabe. Diese kam dann mit „Alpenglühn“ prompt, anschließend war ein herausragendes Konzert zu Ende. Vom Potenzial her ist „Gasmac Gilmore“ eine Band, die das Zeug zu einer großen Karriere hat. Man darf gespannt sein auf das demnächst erscheinende neue Album.





Großartige Rockmusik aus Schweden gibt es am Samstag, dem 31. Mai in der „Wolfsklause“. Die Band „Stonewall Noise Orchestra“ ist für Freunde von „Black Sabbath“, „Monster Magnet“ oder „Kyuss“ hochinteressant.