"Pinksnotred" versprühten jede Menge gute Laune

Nach einer kurzen Fasnets-Pause war in der Wolfsklause endlich wieder Livemusik angesagt. „Pinksnotred“ aus Mainz und die Lahrer Formation „Road Closed Ahead“ präsentierten zwei unterschiedliche Musikstile.

Etwas gemächlicher als beim letzten Konzert im Januar, als die holländischen Hardcore-Metaller „Born From Pain“ zu Gast waren, ging es am vergangenen Wochenende im Oberwolfacher Musik-Keller zu. Zwar drückte die Vorband „Road Closed Ahead“ hin und wieder aufs Gaspedal, der Headliner „Pinksnotred“ überzeugte aber vor allem durch melodische und tanzbare Rocknummern.

Das bei der ersten Band noch recht spärlich vorhandene Publikum bekam einen interessanten Mix aus verschiedenen Versatzstücken des Rock, sowie einer kräftigen Brise Heavy Metal geboten. Ihren variablen Stil tauften „Road Closed Ahead“ auf den Namen „Punch-Rock“. Die Musik der Mannen um den unter dem Künstlernamen „CC Kill“ agierenden Sänger Chris Conrath kommt live eine Spur härter und schnelle rüber, als auf CD. Für Stücke wie „Fight“, „I Won’t Die“ oder das abschließende „Never Be Free“ gab es ordentlich Applaus.

Nun war die Zeit für den Hauptact gekommen. In der mittlerweile gut gefüllten Wolfsklause hatten sich überdurchschnittlich viele Damen eingefunden. Kein Wunder, hatten sich die sympathischen und attraktiven Jungs von „Pinksnotred“ durch ihren musikalisch bärenstarken Auftritt beim letztjährigen Moosenmättle Open Air doch viele neue Freunde in der hiesigen Rock-Szene gemacht. In einheitlichen rot-weiß gestreiften T-Shirts gab der Fünfer nicht nur optisch ein gelungenes Bild ab, sondern wusste auch soundtechnisch restlos zu überzeugen. Ihre leicht von den großen „Beatsteaks“ angehauchten Songs strotzten geradezu vor Tanzbarkeit und eingängigen Refrains. Sänger Marc Hirschmann entpuppte sich vom Opener „Automatic“ an als Frontmann mit großen Entertainment-Qualitäten. Mit „Witchcraft“, „A Night In The City“ und „Back From A Ride“ haben die Mannen aus der Karnevals-Hochburg echte Clubhits am Start, zu denen kräftig das Tanzbein geschwungen wurde. Den Abschluss des regulären Sets bildete mit „Ramona“ ein flottes Stück, das „Pinksnotred“ extra für den Soundtrack des Films „Videokings“ geschrieben haben. Bei den Zugaben „One More Day“ und „Vision“ wurde noch mal ordentlich Party gemacht, ehe sich das Geschehen nach kräftigem Beifall an die Theke verlagerte.

Auch beim März-Konzert geht es ein wenig ruhiger zu, wenn die großartigen deutschsprachigen Rocker „Geist“ am Samstag, den 28.03., in der Wolfsklause halt machen und ihren von "Tool" beeinflussten Sound präsentieren. Die Vorband heißt „Gree“, kommt aus Freiburg/Offenburg und zelebriert hörenswerten Post-Rock.