"The Sorrow" mit packendem Konzert

Die Österreicher Metalcore-Band „The Sorrow“ zerlegte die ausverkaufte Wolfsklause am vergangenen Wochenende in ihre Einzelteile. Unterstützt wurde sie hierbei von den regionalen Kapellen „Lower Hell“ und „Curse Of Society“.

Den Waldkircher Nachwuchs-Metallern „Curse Of Society“ kam die Ehre zu, den hochklassigen Metal-Abend zu eröffnen. Trotz ihrer noch jungen Bandgeschichte war sofort zu erkennen, dass die Jungs ein gutes Gespür für eingängige Metalsongs irgendwo in der Schnittmenge von „As I Lay Dying“ und „Trivium“ haben, die live auch sehr gut zünden. Vor einer respektablen Fangemeinde begleitet, liefen sie bei Tracks wie „Worst Case“ oder „Burn My Eyes“ zur Hochform auf und machten sich durch ihren beherzten Gig sicherlich einige neue Freunde.

Ein Wiedersehen mit einem alten Freund bescherte den Besuchern der Auftritt von „Lower Hell“. Da deren eigentlicher Sänger zurzeit ein Auslandssemester in England verbringt, wurde mit Ex-„Fear My Thoughts“-Sänger Matthias von Ockl ein echter Hochkaräter als Aushilfe verpflichtet. Ihm fraßen die Fans vom Opener „Alchemist Academy“ an gefügig aus der Hand. Heftige Moshpits waren bei Knüppel-Attacken wie „Asphyxia“ oder „Beloved Muder“ vor der Bühne zu sehen. Die abschließenden großartigen Coverversionen von „Heartwork“ (Carcass) und „Reign“ (Fear My Thougts) ließen die Temperaturen nochmals merklich steigen.

Der Siedepunkt war erreicht, als Österreichs Metalcore-Export Nummer eins mit „Where Is The Sun“ den Set begannen. Mit „Elegy“ und „The Dagger Trust“ legten sie sofort zwei mächtige Bretter nach. Das Publikum tobte, es gab unglaublich viel Pogo-Action auf der Tanzfläche. Fette Gitarrenwände und mächtige Breakdowns zählen ebenso zu den Markenzeichen der Vorarlberger, wie die wandlungsfähige Stimme von Mathias Schlegl. Der Frontmann pendelt gekonnt zwischen aggressivem Shouting und emotionaler klarer Stimme.

Über „Raising The Devil“ moshte sich der Vierer langsam aber sicher in Richtung Feierabend. Diesen sehnte sich bestimmt auch „Maroon“-Drummer Nick Wachsmuth, der den erkrankten „The Sorrow“-Schlagzeuger mehr als nur ersetzte. Er verprügelte seine Schießbude derart präzise und gleichzeitig schnell, dass er eine Menge offene Müder hinterließ. Die Zugaben „Knights Of Doom“ und „Death From A Lovers Hand“, beides Filetstücke vom ersten Album, kitzelten die letzten Karftreserven aus der verschwitzten Meute heraus, ehe sich ein hochklassiger Auftritt dem Ende neigte.