Ein Paradies für „Headbanger“

All diejenigen, die zu lautem und rhythmischem Heavy Metal gerne ihren Kopf schütteln und ihr Haupthaar kreisen lassen, waren am vergangenen Wochenende in Oberwolfach genau richtig. Die drei Bands „Tieflader“, „Hämatom“ und „Vex“ ließen es in der prall gefüllten Wolfsklause ordentlich krachen.

Erste Band des Abends waren „Vex“ aus Fischerbach. Der junge Vierer um Sänger und Gitarrist Andre Schondelmaier überraschte viele Zuhörer mit einem sauberen Auftritt. Die metallischen Songs besitzen trotz des jungen Alters der Bandmitglieder ein erstaunlich gutes Niveau. Stücke wie „Trust“, „Brainless People“ oder „Mental Pressure“ bescherten der Truppe viel anerkennenden Applaus.

Ein echter Hingucker war der anschließende Auftritt von „Hämatom“. In „Slipknot“-Manier maskiert und geschminkt betraten sie die Bühnenbretter. Unter ihrem alten Namen „Madmixx“ hatten sie als Coverband durch Auftritte in unserer Region schon viele Freunde gemacht und auch die Fans ihres neuen, eigenen Sounds waren zahlreich in die „Klause“ gepilgert. Die Musik der Franken ist eine Kreuzung aus „Rammstein“, „Soulfly“ und den „Apokalyptischen Reitern“, gepaart mit deutschem Gesang. Dieses Gebräu sorgte für mächtig Action im Publikum. Kleine Showeinlagen lockerten die Atmosphäre immer wieder auf. Highlights waren der Opener „Frisss oder Stirb“, die „Germany’s Next Topmodel“-Abrechnung „Spieglein“, sowie „Eva“ und die Zugabe „Auge um Auge“. Gute Show!

Der erste Titel des „Tieflader“-Auftritts zeigte dann sofort, wo es in der folgenden Stunde langgehen sollte: „Hier kommt der Hammer“ lautete die Devise! Die Songs der Stuttgarter Metal-Helden sind echte Abrissbirnen – tonnenschwer und unbarmherzig. Alex Scholpp schüttelte ein Killer-Riff nach dem anderen aus seiner Gitarre. Zusammen mit Patrick „Doc“ Schneiders aggressivem Shouting sind dies die beiden prägnantesten Markenzeichen der Schwaben. Bei der Ansage zu „Stuttgart“ ließ es sich die Band nicht nehmen, den nachmittäglichen 2:1-Sieg „ihres“ VfB in München zu erwähnen. Die Fans gaben derweil auf der Tanzfläche alles und durften sich auch über Klassiker wie „Lauter“ und „Wir sind nicht allein“ freuen. Über „Verstärker“ und „Opfer“ walzte sich die Band durch die schweißtreibende Setliste und begab sich nach zwei Zugaben und einem insgesamt starken Auftritt zur Erfrischung an die Bar.

Am 17. April ist die die neuseeländische Punkrock-Band "The Rabble" gemeinsam mit "Contenance In The Fridge" (Skapunk aus Triberg) und "Heisse Projektile" (Deutschpunk aus Lahr) in der Wolfsklause zu Gast.