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Konzerte

Konzertberichte

[17.03.2012] Stonehead

Bei STONEHEAD steppte der Bär


Nach einer längeren Weihnachts- und Fastnachtspause war am vergangenen Samstag bei uns in der „Wolfsklause“ in Oberwolfach endlich mal wieder Live-Musik geboten. Die Rockbands „Rodeo Riot“, „Crekko“ und „Stonehead“ bescherten den Besuchern einen kurzweiligen Abend.

Bereits als die Stoner-Rocker „Rodeo Riot“ den Konzertabend eröffneten, war die „Wolfsklause“ ordentlich gefüllt. Angespornt von den positiven Publikumsreaktionen zeigte das Freiburger Trio, was in ihm steckt: gut gemachter und äußerst cooler Stoner-Rock. Markenzeichen dieses Sounds sind tiefgestimmte Gitarren, scheppernde Drums, ausgeprägter Groove und rockiger Gesang. Stücke wie „Crowns In The Dust“, „Psycho Shrooms“ oder „Venus Pussy Trap“ kamen bei den Zuhörern sehr gut an.


Als nächstes enterten die Freudenstädter „Crekko“ die Bühne. Die Jungs sind im Schwarzwald eine feste Rockgröße und haben sich bereits mit bekannten Bands wie „Paradise Lost“, „Ignite“ oder „Clawfinger“ die Bühne geteilt. Aufgrund der zahlreichen Auftritte in den vergangenen Jahren hat sich das Trio eine stattliche Fangemeinde im Wolf- und Kinzigtal erspielt. „Crekko“ bezeichnen ihren Stil als „Massive-Rock“: gradlinige Rockmusik mit kraftvollem Gitarrensound und mächtigem Bassgroove. Angefangen mit „More And More“ rockte sich die Band über „Loco“ und „Gesoline“ bis hin zum packenden Rausschmeißer „Anger“ durch einen repräsentativen Querschnitt ihres bisherigen musikalischen Schaffens. Guter Auftritt!


Dieses Prädikat gilt auch für den Headliner. Die Rocker „Stonehead“ aus Dresden überzeugten weniger durch technische Kabinettstückchen, sondern vielmehr durch abwechslungsreiche und facettenreiche Rockmusik mit viel Power und Spielfreude. Mal war ein Song metallisch angehaucht, mal mit kräftigem Stoner-Touch. Mal wurde das Gaspedal ordentlich durchgetreten, dann gekonnt das Tempo gedrosselt – alles unter dem Deckmantel des Rock’n’Roll. Live funktionierte das Ganze prächtig. Den Leuten gefiel’s, sie klatschten, tanzten oder nickten einfach nur zufrieden mit. Highlights waren das „Motörhead“-ähnliche „Stream Of Rage“ und „Hey Man“, der letzte Song des regulären Sets. Auch die Zugabe „Raping“ wurde von den Fans lautstark gefeiert, ehe sich die Band nach einem schweißtreibenden Auftritt auf ein paar kühle Getränke in Richtung Theke verabschiedete.


Das nächste Konzert in der „Wolfsklause“ findet am 30. April statt. Dann ist die holländische Hardcore-Metal-Legende „Born From Pain“ zusammen mit der englischen Hardcore-Band „Heights“ und der lokalen Vorband „Hellwards“ zu Gast. Karten gibt es ab sofort in der „Wolfsklause“ zu kaufen. Infos hierzu siehe oben.

[12.11.2011] 10 Jahre Wolfsklause Konzerte

Rauschende Party beim Jubiläumskonzert

Am 12. November feierten wir unser 10jähriges Konzert-Veranstaltungs-Jubiläum. Ein abwechslungsreiches Programm mit vier Bands wartete auf alle Fans der gepflegten Rockmusik. Als Hauptact traten die grandiosen Freiburger Progressive-Rocker "Pigeon Toe" auf. Mit von der Partie waren außerdem "RED", Headliner beim legendären ersten "Wolfsklause"-Konzert vor fast genau 10 Jahren. Auch die Stuttgarter "Emily Still Reminds" und die Schwarzwälder "Night’s Embrace" kamen hervorragend beim Publikum an.

Als die aus Wolfach und Lahr stammende Band "Night’s Embrace" den Konzertabend eröffnete, war der Konzertkeller bereits prächtig gefüllt. Die sechsköpfige Formation bezeichnet ihre Musik als Symphonic Metal, beeinflusst von Bands wie "Nightwish" oder "Children Of Bodom", aber auch von epischer Filmmusik. Die Truppe um Sängerin und Blickfang Anna Scheffold kam bei den Zuhörern sehr gut an. Kein Wunder, denn trotz der noch jungen Bandgeschichte haben Songs wie "Sacrificed", "Your End" oder "Dying Dream" eine erstaunlich hohe Qualität.

Melodie und Härte zu verbinden ist die große Stärke der Stuttgarter Hardcore-Punk-Truppe "Emily Still Reminds". Aggressives Shouting wechselte sich in alter "Boy Sets Fire"-Manier mit melodischem Gesang ab – eine reife Leistung von Sänger Simon Schneider. Der von alten "Rise Against" und "Comdback Kid" beeinflusste Sound kam bei den Freunden des Pogotanzens an diesem Abend am besten an. Die aufgrund der euphorischen Publikumsreaktionen sichtlich angespornte Band lief bei Knallern wie "At The Barricades", "Onestep To Memory" oder dem Ohrwurm "Light Up This City" zur absoluten Hochform auf. Starker Auftritt inklusive einer coolen Punk-Version des "Ace Of Base"-Klassikers "All That She Wants".

Ein ganz besonderes und vor allem seltenes Erlebnis stellte der Auftritt von "RED" aus dem fränkischen Amberg dar. Die Rocker um der charismatischen Frontmann Winni Rudrof waren Headliner beim allerersten Konzert, welches die "Wolfsklause" im November 2001 veranstaltete. Zwischenzeitlich war die Band acht lange Jahre inaktiv, hat sich jedoch zufällig, aber pünktlich zum "Klause"-Jubiläum wiedervereint. Der Vierer zelebrierte im mittlerweile brechend vollen Konzertsaal Alternative-Rock mit leichter "Deftones"-Schlagseite und machte somit das musikalische Programm des Abends um eine Facette reicher. Eindeutiger Mittelpunkt des Ganzen ist der schwergewichtige Sänger Rudrof, der durch seine humorvollen Ansagen auch auf der Sympathieskala Bestwerte erzielte. Musikalisch stand zwar neues Material wie "Wet Muzzle", "Alphamale" oder "Troogle" im Mittelpunkt, jedoch wurde mit "Return To Zero" zur Freude der Fans auch in die Oldie-Kiste gegriffen.


Als Top-Act konnten wir die Freiburger Band "Pigeon Toe" verpflichten, die sich aus den Überresten der Metalgröße "Fear My Thoughts" formierten. Geboten wurde jedoch kein Metal, sondern erstklassige Rockmusik mit einer dicken Ladung progressiver Atmosphäre. Man könnte zwar Einflüsse von "Tool" über "Kyuss" und "Mastodon" bis "Pink Floyd" nennen, aber der Sound von "Pigeon Toe" lässt sich auf keinen Fall auf die Summe dieser Vorbilder reduzieren. Die Songs der musikalisch und handwerklich erstklassig agierenden Band kamen super an beim Publikum, was sich nach dem Auftritt auch anhand der dutzenden verkauften Kopien des neuen Albums "The First Perception" ablesen ließ. Stürmischen Beifall riefen Stücke wie "Man With The Cat", "The First Perception" oder "Pigeon Toe" hervor. Mit "July" ging eine traumhaftes Hörerlebnis und gleichzeitig ein spannender Konzertabend unter dem Jubel der Fans zu Ende.

[17.09.2011] Strength

"Strength" waren mehr als nur ein Ersatz

 Am vergangenen Wochenende begann die neue Konzertsaison in der "Wolfsklause" in Oberwolfach mit einem energiegeladenen Dreierpack an Hardcorebands.

Die ursprünglich als Hauptband eingeplante Hardcore/Metal-Formation "My City Burning" aus Amsterdam hatte kurzfristig ohne Angabe von handfesten Gründen abgesagt. Da dies nicht die erste dubiose Konzertabsage in jüngster Vergangenheit war, wurde die Band inzwischen von ihrer Booking-Agentur vor die Tür gesetzt. Die Organisatoren der "Wolfsklause" hatten aufgrund dieser Absage bis zum Schluss alle Hände voll zu tun, einen angemessenen Ersatz zu finden. Mit der Hardcore-Truppe "Strength" aus Recklinghausen ist dies jedoch mehr als gelungen. Die Jungs aus dem Ruhrpott kamen beim Publikum erstklassig an.

Doch zuerst gehörte die Bühne zwei anderen Bands. Den Anfang machte die Villinger Kult-Kapelle "Corrosive". Sie feierte kürzlich im Rahmen eines selbst organisierten Open Airs in ihrer Heimatstadt das 25jährige Bandjubiläum. Die alten Hasen eröffneten den Konzertabend mit einer explosiven Mischung aus Punk, Hardcore und Thrash, gepaart mit den deutschen Texten. Klassiker wie "Automatenmenschen", "Krankes Tier Mensch" oder die Anti-Nazi-Hymne "Norbert" stellten ein abgefahrenes, ganz spezielles Hörerlebnis dar. Für die einen war es zu krass, die anderen fuhren voll drauf ab.

Etwas eingängiger wurde es mit der Hardcore-Crew "The Haverbrook Disaster", benannt nach einem Bahnunglück in der Serie "The Simpsons". Die Karlsruher zeigten äußerst abwechslungsreichen Hardcore auf einem erstaunlich hohen Qualitätslevel. Melodie wechselte sich mit Härte ab, variabler Gesang mit mächtigen Gangshouts und alte Schule mit modernen Elementen. Freunde von "Comeback Kid" hatten ebenso ihren Spaß, wie Fans von fetten Beatdowns. "Hopeward Bounds" oder "Talking Big" zeigten, warum sich der Fünfer im Schwarzwald bereits eine große Anhängerschaft erspielt hat. Dieser jungen Band gehört die Zukunft.

Die "Wolfsklause" hatte sich trotz etlicher Konkurrenz-Veranstaltungen in der Region mittlerweile prächtig gefüllt, als der Hauptact "Strength" die Bühnenbretter betrat. Obwohl sie erst am Vorabend von ihrem Auftritt im Schwarzwald erfuhren, fühlten sie sich sofort pudelwohl in der "Klause". Dies spiegelte sich in einem leidenschaftlichen Auftritt wider, mit dem sie alle Anwesenden mitrissen. Schnörkellosen und geradlinigen Old School-Hardcore mit viel Herzblut haben sich die vier Männer aus dem Ruhrpott auf die Fahnen geschrieben. Sichtlich angespornt von der packenden Atmosphäre und den dankbaren Publikumsreaktionen liefen sie bei Knallern wie "Unbreakable", "Kingdom" oder "Burning Storm" zur Hochform auf. Als der Vierer das Konzert mit der Abrissbirne "Traitors" beendete, war allen klar: "Strength" waren mehr als nur eine Ersatzband für die motivationslosen Holländer.

Das nächste Konzert-Highlight in der "Wolfsklause" steigt am Samstag, dem 15. Oktober. Zu Gast ist die mit ehemaligen Mitgliedern von "Born From Pain" und "Cataract" prominent besetzte Metalband "Arma Gathas", sowie die Vorbands "Arcturon" aus der Schweiz und "Hellwards" aus Kehl und Offenburg.

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