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...::: WOLFSKLAUSE :::...

Konzerte

Konzertberichte

[12.02.2011] THE HELP

Packendes Konzert von "The Help" in der "Wolfsklause"

Als Kontrastprogramm zu den vielen Fastnachtsveranstaltungen im Umkreis, war in der "Wolfsklause" in Oberwolfach am vergangenen Wochenende hochkarätige Livemusik angesagt. Die Bands "The Said", "We Are" und "The Help" waren zu Besuch, und Fans der alternativen Rockmusik kamen voll auf Ihre Kosten.

Eröffnet wurde der Abend von "The Said" aus Lahr. Die vier jungen Musiker im Alter zwischen 15 und 21 Jahren, die sich selbst als Grunge-Pop-Band bezeichnen, hatten eine ganze Menge Fans mitgebracht. Schon nach dem ersten Stück hatte wahrscheinlich jeder im Publikum denselben Gedanken: "Hut ab!" In Anbetracht des Alters und der Tatsache, dass die Jungs erst seit knapp einem Jahr zusammen Musik machen, agierten sie schon recht routiniert auf der Bühne. Songs wie "Escape Your Fate" oder "Those Good Old Days" kamen beim Publikum sehr gut an. "The Said" präsentierten eine erfrischende Mischung aus Alternative Rock, Metal und Pop, die mit viel Applaus belohnt wurde.

Als zweite Band an diesem Abend begaben sich die Jungs von "We Are" aus Villingen-Schwenningen auf die Bühnenbretter. Das Quartett um Sänger Daniel Leguy gab hochklassigen Indie-Rock, vermischt mit Post-Punk zum Besten, bei dem man als Zuhörer geradezu gezwungen wurde zum Mitnicken. Hierbei zeigte sich die Band in allerbester Spiellaune, die Songs entpuppten sich gleichermaßen als eingängig und melodisch. Highlights waren Sahnestücke wie "Mute" oder "The Cunts And The Flavour" vom "We Are"-Debutalbum "Phorestal Phonemes". Zum Abschluss des Sets wurde mit "First Song In June fts." noch ein echter Hit auf die Fans losgelassen. Ein toller Auftritt, der zurecht kräftig beklatscht wurde. 

Die "Wolfklause" war mittlerweile sehr gut gefüllt, und vor der Bühne wurde es eng, denn der Headliner "The Help" wurde sehnlichst erwartet. Und der hatte es allein schon von der Besetzung her in sich: Neben der US-amerikanischen Sängerin Dacia Bridges, die den Rockfans aus der Region als Ex-Frontfrau von "Tape" oder "Dacia & The Weapons Of Mass Destruction" ein Begriff ist und dem grandiosen Stuttgarter Gitarristen Alex Scholpp, bekannt durch "Tieflader" oder die "Farmer Boys", gehörten zwei echte Promis zum Bandaufgebot. Zum einen war das Flo Dauner, der Schlagzeuger der "Fantastischen Vier" und zum anderen Doug Wimbish aus den USA, der in seiner langen Karriere bereits für Hochkaräter wie "Depeche Mode", die "Rolling Stones" oder Gitarren-Legende Jeff Beck den Bass zupfte.
Los ging’s mit den beiden flotten Rocknummern "Make Way" und "Whatever", gefolgt vom Ohrwurm "Late Late Show". Die Bühnenshow war ein einziger Genuss, doch nicht nur Sängerin Dacia Bridges zog die Blicke auf sich. Auch die Herren Scholpp, Dauner und Wimbish wussten durch ihre grandiosen Solo-Einlagen zu gefallen. Die facettenreichen Songs, die sich allesamt unter dem Deckmantel der modernen Rockmusik versammelten, begeisterten ebenfalls durch die Bank. Die Rhythmus-Sektion legte einen unglaublich druckvollen Unterbau für Stimme und Gitarre, ein astreiner Sound und eine tolle Stimmung taten ihr übriges für einen perfekten Auftritt. Die Publikumsreaktionen auf Kracher wie "Love Like Blood" oder "Let Me" waren euphorisch. Auch Doug Wimbish wurde für seine mitreißende Gesangseinlage bei "Resistance Of The Cell" mächtig gefeiert. Die sympathischen und blendend gelaunten Musiker rockten sich über "Changing Phase" und "Bump The Grind" nach fast 100 Minuten in Richtung Konzertende. Nach dem finalen "Trance" wurden "The Help" noch mal nach allen Regeln der Kunst bejubelt, ehe sie die Bühne verließen.
Die Fans ließen es sich nach dem Konzert natürlich nicht nehmen, CD´s und Poster signieren zu lassen oder gemeinsam mit ihren Vorbildern ein paar Fotos zu machen. Schließlich trifft man nicht alle Tage solch großartige Musiker.

Das nächste Konzert in der "Wolfsklause" steht am 19. März auf dem Programm. Dann sind die einzigartigen Kölner Alternative-Düster-Psychodelic-Rocker "Geist" am Start. Die Vorband heißt "Gree", spielt gefühlvollen Alternative-Postrock und kommt aus Offenburg/Freiburg.

[15.01.2010] Cataract

"Cataract" machen die Tanzfläche  zum Schlachtfeld

Ein absolutes Konzerthighlight für Metalfans fand am Samstag in der ausverkauften "Wolfsklause" in Oberwolfach statt. Die Schweizer Metalcore-Szenegröße "Cataract" war zum dritten Mal zu Gast und bot den Zuschauern erneut eine intensive und äußerst energiegeladene Vorstellung.

Den Startschuss zu einem rundum gelungenen Abend gab die Schramberger Band "Fuck You And Die". Der Fünfer mischte verschiedene Elemente aus Deathmetal, Blackmetal und Metalcore zu einem interessanten Metal-Cocktail. Songs wie "Kirche gefüllt mit Pfirsich" hatten zwar nur eine kurze Spieldauer, lebten aber von den trockenen und humorvollen Ansagen von Sänger Roman Hilser. Aber auch musikalische Highlights wie "Veni Vici" hatte die Band bei ihrem unterhaltsamen Auftritt im Repertoire.

Als zweiter Act des Abends enterten "Lower Hell" die Bühne. Die Oberkircher haben sich in den vergangenen Jahren zu einer in der deutschen Szene vielbeachteten Deathmetal-Band entwickelt. Trotz ihres Erfolges werden sich die Jungs demnächst trennen und neue musikalische Wege gehen. Der Auftritt in der "Wolfsklause" war also eine der letzten Möglichkeiten, "Lower Hell" live zu erleben. Welch guten Ruf der Fünfer bei seinen Fans hat, zeigte sich bei den euphorischen Reaktionen zu Stücken wie dem Opener "Asphyxia" oder dem Klassiker "Alchemist Academy". Vor der Bühne ging mächtig die Post ab. Sänger Sven Busam hatte die Menge fest im Griff und lieferte zusammen mit seinen Kollegen einen packenden Auftritt ab. Sahnehäubchen war das abschließenden "Fear My Thoughts"-Cover "Reign", bei dem alle Dämme brachen.

Brechende Dämme ist auch ein gutes Stichwort für den Auftritt des Headliners. Die Metalcore-Helden "Cataract" sorgten vom ersten Song an für unglaublich viel Bewegung vor der Bühne. Die Schweizer knallten den Fans in der rappelvollen "Wolfsklause" eine dynamische Mischung aus Thrashmetal, Hardcore und einer Brise Death Metal um die Ohren, die live an Intensität kaum zu überbieten ist. Der überaus agile Sänger Federico Carminitana animierte den Mob ständig zu Pogo-Höchstleistungen. Bei "On This Graveyard" tickte die Menge erstmals komplett aus und zum Riffmonster "The Separation Of Life And Time" wurde gebangt was das Zeug hielt. Das "Slayer"-lastige "As We Speak" sorgte ebenso für kollektiven Jubel, wie der neue Hit "Reap The Outcasts". "Vanish In The Dark" verwandelte die Tanzfläche in ein Schlachtfeld, auf dem sich für Nicht-Metalfans nur schwer nachvollziehbare Szenen abspielten. Die Band hatte trotz saunaähnlichen Temperaturen sichtlich Spaß auf der Bühne und beglückte die Fans gegen Ende des Gigs mit dem Überhammer "Nothing’s Left". Als Zugabe schüttelten "Cataract" noch ihre Interpretationen von "Angel Of Death" und "The Trooper" aus dem Ärmel und verneigte sich nach einem grandiosen Konzert von den ausgelaugten Fans, welche sich mit tosendem Beifall revanchierten.

Beim nächsten Konzert in der "Wolfsklause" wird es etwas gemächlicher, aber dennoch hochklassig. Am Samstag, dem 12. Februar ist "The Help" zu Gast, die neue Rockband von "Tieflader"-Gitarrist Alex Scholpp und Sängerin Dacia Bridges. Zum Line-Up gehören zudem Star-Bassist Doug Wimbish ("Depeche Mode", "Rolling Stones") und "Fanta 4"-Drummer Flo Dauner.

[13.11.2010] Cowboy Prostitutes

Schweden-Rock bis in die frühen Morgenstunden

Am vergangenen Wochenende wehte der Duft der großen weiten Welt des Rock’n’Roll durch die„Wolfsklause“. Die „Cowboy Prostitutes“ aus Schweden waren in Oberwolfach zu Gast und wusstenvollends zu überzeugen.


Die undankbare Aufgabe des Anheizers hatte die Lahrer Formation „Confused“. Undankbar deshalb, weil dieLokalität bei Konzertbeginn des Trios noch recht spärlich besucht war. Jedoch bekamen all diejenigen, die bereitsvor Ort waren, erstklassige Musik zu hören. „Confused“ mischten Alternative-Rock mit Punk zu einemabwechslungsreichen Gebräu – mal etwas flotter, dann wieder in gemäßigtem Tempo, aber immer gutanzuhören. Die offizielle Release-Show ihres neuen Albums „Applecore“ findet zwar erst am 27.11. im LahrerSchlachthof statt, doch hatten die Mannen um Sänger und Gitarrist Attila Reißmann auch in der„Wolfsklause“ schon jede Menge Songs ihrer neuen Scheibe im Programm. Für „Love Letter“,„Pursuit Of Sickness“ oder „Borderline“ gab es zahlreiche Sympathiebekundungen der Zuschauer.

Als die „Cowboy Prostitutes“ die Bühnenbretter betraten, hatte sich die „Wolfsklause“mittlerweile gut gefüllt. Mit „Pinpoint Eyes“ und „Pirate Town“ zeigten die Jungs aus demSchwedischen Örebro sofort wo der Hase langläuft. Geboten wurde ein melodischer Mix aus Punk, Rock'n'Roll, Sleaze-und Hard-Rock, versehen mit Glamrock-Einflüssen. Den ersten echten Hit bekamen die Fans mit „Save OurCities“ um die Ohren gepustet. Dass der Anstandsgraben vor der Bühne dennoch recht lange anhielt lag daran, dassder italienisch-stämmige Sänger und Bassist Luca Isabelle immer wieder mit Bier um sich spuckte. Abgesehen vondiesem Minuspunkt zeigte sich die Band von ihrer besten Seite, wirkte spielfreudig und gut gelaunt.


Und auch die Stimmung imPublikum stieg von Song zu Song. Alle, die auf Rock’n’Roll der Marke „Backyard Babies“ oder„Turbonegro“ stehen und sich auch an altem „Guns’n’Roses“-Stoff oder „MötleyCrüe“-Klängen erfreuen können, kamen voll auf ihre Kosten. Weitere Highlight-Songs bildeten„Through The Streets“ und „Rock’n’Roll Jail“. Nach unzähligen Zugaben war dann dieZeit gekommen, zu der sich die „Cowboys“ unter großem Applaus auf den Weg in Richtung Theke machten, wo siemit den Fans noch bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen feierten.


Beim nächsten „Wolfsklause“-Konzert ist am 15. Januar die Schweizer Metalcore-Legende „Cataract“zu Gast. Der Kartenvorverkauf beginnt im Rahmen der „Headbanger“-Party am Freitag, dem 10. Dezember.

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