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...::: WOLFSKLAUSE :::...

Konzerte

Konzertberichte

[15.10.2010] Alcohollywood und Vex

Die Vorband mutierte zum Headliner

Cover-Rock war am vergangenen Wochenende in der „Wolfsklause“ in Oberwolfach angesagt. Leider musste jedoch die ursprünglich angekündigte Stuttgarter Hauptband „Dead End Dreaming“ kurzfristig krankheitsbedingt absagen.

Somit mussten die Fans leider auf Hits von „Volbeat“, „Danzig“ oder „Life Of Agony“ verzichten. Dafür stieg die Schramberger Formation „Alcohollywood“, die sich Rock- und Heavymetal-Klassiker auf die Fahnen geschrieben haben und eigentlich als Vorband eingeplant waren, zum Headliner auf. Als neuen Opener konnten die Veranstalter auf die Schnelle die Fischerbacher Nachwuchsrocker „Vex“ verpflichten.

„Vex“ machten ihre Sache vor noch überschaubarer Kulisse sehr ordentlich. Die metallisch-rockigen Songs der Jungs um Gitarrist und Sänger Andre Schondelmaier besitzen gemessen am recht jungen Alter der Bandmitglieder ein relativ hohes Maß an Qualität. Stücke wie „Black Riders“ oder „My Missing Part“ wussten zu gefallen und wurden von den Zuhörern artig beklatscht.

„Alcohollywood“ machten aus ihrer neuen Rolle als Headliner das Beste und zogen gut gelaunt ihr zweistündiges Set durch. Mit den ersten drei Songs „Ace Of Spades“ von „Motörhead“, „Balls To The Walls“ von „Accept“ und „Holy Diver“ von „Dio“ zeigte das Quartette gleich, wo der Hase lang läuft. Ein Heavymetal-Gassenhauer jagte den nächsten. Hits von „Judas Priest“, den „Scorpions“ oder „Kiss“ gehörten ebenso zum Repertoire, wie „Creeping Death“ von „Metallica“ oder „Fighting The World“ von „Manowar“. Euphorische Reaktionen erntete „Iron Maiden’s“ „Number Of The Beast“. Als Zugabe läutete der Vierer um Sänger Daniel Schondelmaier die „Hells Bells“ von „AC/DC“, anschließend war Zapfenstreich.

Ein Nachholtermin für „Dead End Dreaming“ ist in Planung. Beim nächsten Konzert in der „Wolfsklause“ ist am Samstag, den 13. November die schwedische Rock’n’Roll-Band „Cowboy Prostitutes“ zu Gast.

[18.09.2010]S-CORE

Elsässer Metalpower und Waldkircher Nachwuchshoffnung

Am 18. September ging die Konzertsommerpause der Wolfsklause zu Ende. Die drei Metalbands „Tyrannic“ aus Lahr, „Curse Of Society“ aus Waldkirch und „S-Core“ aus Straßburg machten ordentlich Lärm im gut besuchten Oberwolfacher Musikkeller.

Mit „Noise“ starteten die „Tyrannic“ in einen erfrischenden Set. Der Vierer, dessen Mitglieder trotz ihres jungen Alters schon in diversen Bands Erfahrungen sammeln konnten, überraschte die Zuhörer mit facettenreichem und gut vorgetragenem Metal. Der Gesang variierte zwischen kräftigem Shouting und leicht verbesserungswürdigen cleanen Vocals. „Fight Back“ oder „The Eternal Agony“ animierten zum Mitnicken, mit „Hypocrit“ ging ein guter Auftritt zu Ende.

Nun waren die mit Spannung erwarteten „Curse Of Society“ am Zug. Die junge Truppe präsentierte den Fans ihr nagelneues Metalcore-Album „Till Death Do Us Apart“, welches sie live vom Anfang bis zum Ende komplett durchspielte. Hierbei stellten die Waldkircher eindrucksvoll ihre technischen und songwriterischen Fähigkeiten unter Beweis. Die Songs können musikalisch locker mit denen von vergleichbaren Szenegrößen mithalten. Gepaart mit dem vielseitigen Gesang von Kevin Bläse entsteht ein interessantes Gesamtwerk, mit dem sich die Band berechtigte Hoffnungen auf einen Plattenvertrag machen darf. Dem Publikum gefiel’s prächtig, bei Stücken wie „Romance“ oder „Architects Of My Odyssey“ ging vor der Bühne mächtig die Post an. „Curse Of Society“ sind eine Band, von der man in Zukunft sicherlich noch einiges hören wird.

Die Zeit war nun reif für den Headliner. Anders als die beiden vorigen Bands sind die Straßburger „S-Core“ schon alte Hasen im Business und haben bereits mit großen Bands wie „Hatebreed“, „Machine Head“ oder „Korn“ die Bühne geteilt. Die trinkfesten Franzosen zelebrierten kompromiss- und schnörkellosen Metal der Marke „Sepultura“ oder „Pantera“. Gut gelaunt und sichtlich zufrieden mit den Fanreaktionen lieferte der Fünfer eine energiegeladene Show ab. Es wurde zu Songs wie „Greaser One“ oder „Gust Of Rage“ kräftig gebangt und Pogo getanzt. Mit der Zeit machten sich im Publikum zwar leichte Ermüdungserscheinungen bemerkbar, doch zu den Rausschmeißern „Crossing The Line“ und „Pangenesis“ gingen alle Beteiligten nochmals an ihre letzten Kraftreserven und begaben sich anschließend in Richtung Theke, wo die Elsässer bis in die frühen Morgenstunden dem deutschen Gerstensaft und diversen Obstbränden frönten.

[23.05.2010] FUTILE

„Futile“ begeistern in der "Wolfsklause"

Die Karlsruher Band „Futile“ überzeugte am Pfingstsonntag mit ihrem progressiven Alternative-Rock in der Wolfsklause in Oberwolfach. Auch die Vorbands „Civil Bang“ und „Give Us 10 Minutes“ wussten zu gefallen.

Trotz des lauen Frühsommerabends war der Konzertkeller gut besucht, als die Waldkircher Youngster von „Civil Bang“ loslegten. Ihr rockig-metallischer Sound kam gut an und animierte zum mitnicken. „Mental Man“, „Paralised“ oder „Smashback“ entpuppten sich als die Highlights ihres Sets. Gekonnt war auch eine Klavier-Einlage á la „Muse“.

Ein echtes Highlight war der Auftritt von „Give Us 10 Minutes“. Der Vierer, teils aus Lahr, teils aus Freiburg stammend, legte eine enorm Energie geladene Performance auf die Bühnenbretter. Der Sound aus dem Dunstkreis von Bands wie den „Deftones“ oder „Alexisonfire“ und sorgte für ordentlich Bewegung im Publikum. Mit „Bonesaw“ haben die Jungs einen echten Hit am Start, aber auch „Rise And Fall“ oder „Not My World“ sind nicht von schlechten Eltern. Am Ende gab es kräftigen Applaus für die sichtlich zufriedene Band.

Nun war die Zeit für den Hauptact gekommen. „Futile“ as dem Karlsruher Raum lassen alternativen Rock mit progressiven Elementen verschmelzen. Dazu gesellt sich stellenweise metallische Härte. So schaffen sie es, eine aufreibende Atmosphäre zu kreieren, die von der facettenreichen und charismatischen Stimme von Sänger und Gitarrist Oliver Reinecke getragen wird. In vielen Songs öffnen sich zuerst vertrackt erscheinende Rhythmen später in einprägsame Melodien. Neben den einzigartigen „Tool“ dürften auch „Porcupine Tree“ oder „Isis“ Pate für den Sound von „Futile“ gestanden haben. Für Stücke wie „An Ocean Without Surface“ oder „Breathing Fire“ gab es tosenden Applaus, das überragende „Dance Of The Scarecrow“ wurde frenetisch bejubelt. Nach der Zugabe „Masterpiece“ endete ein Klasse-Gig. Dass „Futile“ super ankamen, zeigte sich auch nach dem Konzert bei den T-Shirt- und CD-Verkäufen am Merchandising-Stand.

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