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Konzerte

Konzertberichte

Neuseeländische Punk-Nacht in der „Wolfsklause“

Neuseeländische Punk-Nacht in der „Wolfsklause“

Zahlreiche Fans strömten am vergangenen Samstag nach Oberwolfach in die „Wolfsklause“, um die Punkbands „The Rabble“, „Contenance In The Fridge“ und „Heisse Projektile“ zu sehen. Jede der drei Bands hat sich eine andere Sparte des Punkrocks auf die Fahnen geschrieben, was für einen abwechslungsreichen Konzertabend sorgte.

Vor einer noch überschaubaren Kulisse gaben die „Heissen Projektile“ den Startschuss. Die Heimat des Lahrer Trios ist der Deutsch-Punk. Simple Akkorde, ein roher Sound und humorvolle bis sozialkritische Texte sind hierbei die Markenzeichen. Den meisten Anwesenden gefiel die energiegeladene Vorstellung der Jungs und so gab es nach einer Dreiviertelstunde Spielzeit für Songs wie „Worte Für Die Tonne“ oder „Dildo Aus Gold“ anerkennenden Beifall.

Ein packendes Live-Erlebnis ist die siebenköpfige Skapunk-Formation „Contenance In The Fridge“. Die Band mixt Punkrock gekonnt mit Ska- und Reggae-Elementen. In Kombination mit der dreiköpfigen Bläser-Sektion und dem in deutsch, englisch oder französisch vorgetragenen Gesang entsteht ein hochklassiger Gute-Laune-Sound. Die Kapelle hatte vor mittlerweile vollem Haus sichtlich Spaß auf den Bühnenbrettern und übertrug diesen auf die Tanzfläche. Dort wurden zu Party-Hits wie „Posaunen Von Bordeaux“, „Western Sun“ oder „Beim Barte Des Primaten“ kräftig die Hüften geschwungen. Mit „La Famille Dangereux“ verabschiedeten sich die Triberger, die dieses Jahr auch beim „Moosenmättle Open Air“ am Start sind, vom begeisterten Publikum.

Das Feld war bestellt für den Headliner und dieser setzte in punkto Intensität noch einen drauf. „The Rabble“ aus Neuseeland zeigten vom ersten Song an, dass sie eine aufstrebende Punkrockband mit internationalem Format sind. Mitreißende Songs wie „Blood & Whiskey“ oder „Friday Night“ waren die Highlights der ersten Hälfte des Programms und sorgten für massive Pogo-Action vor der Bühne. Die Mannen aus „Down Under“ vereinen Einflüsse von Acts wie „The Clash“, „Rancid“ oder „The Unseen“ zu einem hochklassigen Punk-Gebräu inklusive Rock’n’Roll-Schlagseite. Sie hatten jede Menge gute Laune im Gepäck und lobten zwischendurch das leckere Essen in der „Wolfsklause“. Mit der Hymne „Seeking“ holte das Trio aus Auckland dann nach „The Battle“ ein weiteres Ass aus dem Ärmel, ehe das reguläre Programm mit „The World Is Dead“ zur Neige ging. Das letzte Konzert ihrer Europatour beendeten „The Rabble“ mit zwei lauthals geforderten Zugaben. Anschließend ging es zu Bier und Englisch-Smalltalk mit den Fans an die Theke.

[27.03.2010] Tieflader

Ein Paradies für „Headbanger“

All diejenigen, die zu lautem und rhythmischem Heavy Metal gerne ihren Kopf schütteln und ihr Haupthaar kreisen lassen, waren am vergangenen Wochenende in Oberwolfach genau richtig. Die drei Bands „Tieflader“, „Hämatom“ und „Vex“ ließen es in der prall gefüllten Wolfsklause ordentlich krachen.

Erste Band des Abends waren „Vex“ aus Fischerbach. Der junge Vierer um Sänger und Gitarrist Andre Schondelmaier überraschte viele Zuhörer mit einem sauberen Auftritt. Die metallischen Songs besitzen trotz des jungen Alters der Bandmitglieder ein erstaunlich gutes Niveau. Stücke wie „Trust“, „Brainless People“ oder „Mental Pressure“ bescherten der Truppe viel anerkennenden Applaus.

Ein echter Hingucker war der anschließende Auftritt von „Hämatom“. In „Slipknot“-Manier maskiert und geschminkt betraten sie die Bühnenbretter. Unter ihrem alten Namen „Madmixx“ hatten sie als Coverband durch Auftritte in unserer Region schon viele Freunde gemacht und auch die Fans ihres neuen, eigenen Sounds waren zahlreich in die „Klause“ gepilgert. Die Musik der Franken ist eine Kreuzung aus „Rammstein“, „Soulfly“ und den „Apokalyptischen Reitern“, gepaart mit deutschem Gesang. Dieses Gebräu sorgte für mächtig Action im Publikum. Kleine Showeinlagen lockerten die Atmosphäre immer wieder auf. Highlights waren der Opener „Frisss oder Stirb“, die „Germany’s Next Topmodel“-Abrechnung „Spieglein“, sowie „Eva“ und die Zugabe „Auge um Auge“. Gute Show!

Der erste Titel des „Tieflader“-Auftritts zeigte dann sofort, wo es in der folgenden Stunde langgehen sollte: „Hier kommt der Hammer“ lautete die Devise! Die Songs der Stuttgarter Metal-Helden sind echte Abrissbirnen – tonnenschwer und unbarmherzig. Alex Scholpp schüttelte ein Killer-Riff nach dem anderen aus seiner Gitarre. Zusammen mit Patrick „Doc“ Schneiders aggressivem Shouting sind dies die beiden prägnantesten Markenzeichen der Schwaben. Bei der Ansage zu „Stuttgart“ ließ es sich die Band nicht nehmen, den nachmittäglichen 2:1-Sieg „ihres“ VfB in München zu erwähnen. Die Fans gaben derweil auf der Tanzfläche alles und durften sich auch über Klassiker wie „Lauter“ und „Wir sind nicht allein“ freuen. Über „Verstärker“ und „Opfer“ walzte sich die Band durch die schweißtreibende Setliste und begab sich nach zwei Zugaben und einem insgesamt starken Auftritt zur Erfrischung an die Bar.

Am 17. April ist die die neuseeländische Punkrock-Band "The Rabble" gemeinsam mit "Contenance In The Fridge" (Skapunk aus Triberg) und "Heisse Projektile" (Deutschpunk aus Lahr) in der Wolfsklause zu Gast.

[20.02.2010] Lacuna

Rockerlebnis mit „Lacuna“ und „Lost Souls In Desert“



Trotz der kürzlich erst zu Ende gegangenen Fasnacht fanden am vergangenen Wochenende erstaunlich viele Besucher den Weg in die „Wolfsklause“. Dort wurde unterhaltsame Rockmusik von den Bands „Lacuna“, „Lost Souls In Desert“ und „Purify“ geboten.

Einigen Besuchern merkte man die närrischen Strapazen jedoch deutlich an, denn die Publikumsreaktionen waren etwas verhaltener als bei anderen Konzerten in Oberwolfachs Musikkeller. An den musikalischen Darbietungen der Bands lag es jedenfalls nicht, denn die war aller Ehren wert.

Den Startschuss gab die im Kinzigtal ansässige Formation „Purify“, deren angenehmer melodischer Alternative-Rock viele Zuhörer überraschte. Der junge Vierer um Sänger und Gitarrist Andreas Harter agierte voller Spielfreude und erntete anerkennenden Applaus. Dass sich „Purify“ seit ihrem letzten Auftritt in der „Wolfsklause“ im Jahre 2008 gut weiterentwickelt hat, war bei Songs wie „Nevermore“, „Bleeding Myself“ oder „Nightrider“ deutlich hörbar.

Als zweite Band rockten „Lost Souls In Desert“ die Bühnenbretter. Alte Hasen waren hier am Werk, die sich aus den Überresten früherer Acts wie zum Beispiel die ehemals regional erfolgreichen „Helios Preach“, zu einer neuen Formation zusammengefunden hatten. Vom Opener „Beautiful“ an merkte man, dass jede Menge Qualität in der Truppe und deren Sound steckte. Wurde das Debütalbum schon mit sehr viel Lob von der Fachpresse bedacht, so dürften die Kritiken zum brandneuen Silberling „Vicious Circle“ noch positiver ausfallen.

„Days Off“ oder „Simple Way“ sind absolute Perlen. Moderner Rock amerikanischer Prägung der Marke „Nickelback“ trifft auf ältere Einflüsse wie „Soundgarden“ oder „Black Sabbath“. Den Fans gefiel der Auftritt der Villinger sehr, nach dem Rausschmeißer „Reason Inside“ war tosender Applaus in der „Wolfsklause“ zu vernehmen.

Mit den beiden Klassikern „Remember“ und „Fault Finder“ zollten „Lacuna“ gleich zu Beginn ihres Sets den zahlreichen treuen Fans aus dem Kinzigtal Tribut, welche die Band nun schon viele Jahre unterstützen und sich auf die Songs aus der frühen Bandgeschichte immer besonders freuen. Die Saarländer hatten aber auch ihr frisch gepresstes neues Album „Oceangoing“ im Gepäck und zeigten, dass die darauf verewigten Songs wie „I.S.I.S.“ oder „Helping Hands“ ebenfalls echte Zungenschnalzer sind. Die Markenzeichen von „Lacuna“ sind rhythmische Gitarrenriffs und stampfende Bässe, gepaart mit tollen Melodien und anspruchsvollem, teils zweistimmigem Gesang der beiden Gitarristen Marko Bach und Fabian Fuchs. Der Vierer nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch alle Band-Epochen und schüttelte ein Rock-Highlight nach dem anderen aus dem Ärmel, um mit „Hidden Behind Arts“, „Sometime Somewhere“ oder „Butterfly Dancer“ nur einige zu nennen. Zu fortgeschrittener Konzertdauer machten sich bei den Fans leichte Ermüdungserscheinungen bemerkbar, so dass sie sich zur Erholung an die Theke zurückzogen. „Lacuna“ ließen sich davon nicht beirren, sondern knallten den Verbliebenen die lautstark geforderten Zugaben um die Ohren. Das grandiose „8920“ stellte zum Abschluss nochmals unmissverständlich klar, welch große Qualität in der Band steckt.

Beim nächsten „Wolfsklause“-Konzert sind am 27. März die Stuttgarter Schwermetaller „Tieflader“ und die fränkische Metal-Band „Hämatom“ (ehemals „Madmixx“) zu Gast, sowie die Fischerbacher Nachwuchsband „Vex“. Im April gibt es dann mit „The Rabble“ Punkrock aus Neu Seeland.

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