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Konzerte

Konzertberichte

[02.01.2010] Big Mama

BIG MAMA rocken in der ausverkauften Wolfsklause



Die Wolfacher Cover-Band „Big Mama“ trat am vergangenen Samstag zum ersten mal in der Wolfsklause auf und die Hard'n'Heavy-Fans aus der Region strömten in Massen in den Oberwolfacher Konzert-Keller.

In der brechend vollen Wolfsklause traten „Big Mama“ gegen 23 Uhr ins Scheinwerferlicht. Ein Generationen übergreifendes Publikum lauschte den Klängen des Openers „Solid Ball“ von „Saxon“. Vom Altrocker über den Heavy-Fan Mitte dreißig bis hin zu jungen Metal-Leibhabern war das komplette Spektrum im Saal vertreten. Mit Hits von „AC/DC“, „Iron Maiden“, „Manowar“ und „Deep Purple“ brachte der Vierer die Menge drinnen schnell auf Betriebstemperatur, während draußen das Klause-Team bereits das „Ausverkauft“-Schild vor die Tür hängen musste. Vor der Bühne herrschte bei Gassehnauern von „Accept“ (Balls To The Wall) oder „Black Sabbath“ (Paranoid) eine ausgelassene Stimmung. Technisch herausragend und gesanglich auf einem irrsinnig hohen Level knallten „Big Mama“ den Zuhörern einen Brocken nach dem anderen vor den Latz. Nach „Hallowed Be Thy Name“ (Iron Maiden) nahm sich die Band eine kleine Verschnaufpause und gab der durstige Meute die Möglichkeit, sich an der Theke mit erfrischenden Getränken einzudecken.

Im Anschluss an die kurze Unterbrechung flammte die Stimmung mit dem grandiosen „Holy Diver“ von „Dio“ im nu wieder neu auf. Die erfahrene Band hatte sichtlich Spaß an diesem Konzert. Auch der „Depeche Mode“-Track „People Are People“ wurde durch den Fleischwolf gedreht. Sänger und Gitarrist Carsten Boser hatte das gut gelaunte Publikum fest im Griff und lief bei „Carry On“ von „Manowar“ oder „Enter Sandmann“ von „Metallica“ selbst richtig heiß. Beim von „Iron Maiden“-Nummern dominierten Schlussspurt, garniert mit den Klassikern „Hells Bells“ (AC/DC) und „Perfect Strangers“ (Deep Purple), erreichte die Stimmung den Höhepunkt. Gänsehaut-Feeling war zum Ende des regulären Programms bei der phantastischen „Maiden“-Hymne „Fear Of The Dark“ angesagt. Den von den Fans unnachgiebig geforderten Zugabeteil begannen „Big Mama“ mit der „Manowar“-Abrissbirne „Warriors Of The World“. Danach wurde „Breaking The Law“ von „Judas Priest“ euphorisch bejubelt und schließlich „Motörhead's“ Brüller „Ace Of Spades“ in traditioneller „Lemmy Kilmister“-Manier aus unzähligen Kehlen inbrünstig mitgesungen. Für alle unersättlichen gab die Band dann noch das durch „Nazareth“ bekannte „This Fight Tonight“ zum Besten, ehe ein tolles Konzerterlebnis zu Ende war.

Zu diesem gelungenen Konzert trug auch die Vorband „Metusa“ bei. Der Fünfer, bestehend aus zwei Frauen und drei Männern, sorgte mit seinem Mittelalter-Folk-Rock dafür, dass sich viele Neugierige bereits recht früh am Abend in der Wolfsklause versammelten. Ausgerüstet mit mittelalterlichen Instrumenten wie Drehleier, Laute, Sackpfeifen oder diversen Flöten kombinierten die Freudenstädter diese Elemente mit E-Gitarre, Bass und Schlagzeug. Eigene Songs wie „Tanz“, „Deus Lo Vult“ oder „Nachtschwarzer Engel“ wussten ebenso zu gefallen, wie die Interpretationen bekannter Lieder der Marke „Sturmnacht“ (Schandmaul), „Ai Vis Lo Lop“ (In Extremo) oder „Minne“ und „Grabrede“ von „Subway To Sally“. Eine interessante Band, die man als Fan dieser Stilrichtung im Auge behalten sollte.

Das nächste Konzert in der Wolfsklause geht erst nach Fastnacht über die Bühne. Dann ist die im Kinzigtal bekannte Alternative-Melodic-Rockband „Lacuna“ aus Saarbrücken zu Gast.

[06. + 07.11.2009] Konzert Doppelpack

Wildes Konzertwochenende in der Wolfsklause

Das vergangene Wochenende stand in der Oberwolfacher "Wolfsklause" ganz im Zeichen handgemachter Rockmusik. Am Freitag wurde mit "The Blackout Argument" und "Meilenstein" die härtere Schiene gefahren, am Samstag traten im Rahmen der "Hitradio Ohr"-Partynacht die melodischen Rockbands "Izzy Bizzy", "Sick Of The Law" und "Infected Slaves" auf.

Los ging es am Freitagabend mit den Newcomern "Meilenstein", früher unter dem Namen "Times Get Hard" aktiv. Die Haslacher knallten dem bis dato noch recht spärlich vorhandenen Publikum eine leicht punkige Portion Oldschool-Hardcore mit deutschen Texten um die Ohren. Der Vierer legte bei Songs wie "Fragezeichen Leben" oder "Ich kotze Luft" eine große Spielfreude an den Tag. Mit "The Blackout Argument" gab anschließend eine Szenegröße aus dem Bereich Hardrcore/Punk ihre Visitenkarte in der "Wolfsklause" ab. Angereichert mit einer Brise Metal, kam der Sound der Münchner vom ersten Takt an prächtig bei den mittlerweile zahlreichen Leuten an. Songs wie "Abandon Good Guy" oder "Broken Teeth" sind repräsentative Beispiele für des hohe Qualitätslevel, auf dem die Band agiert. Herausragend war die Performence von Sänger Raphael Schmid, der überaus gekonnt zwischen aggressivem Hardcore-Shouting und melodischem Hochglanz-Gesang pendelte. Der bereits ausgelassenen Stimmung wurde mit dem "Boy Sets Fire"-Cover "Rookie" noch das i-Tüpfelchen aufgesetzt, ehe mit der letzten Zugabe "Untold Memoirs" ein starker, allerdings auch etwas zu kurzer Gig des Fünfers zu Ende ging.

Tags darauf stieg die große "Hitradio Ohr" Partynacht im Kinzigtal. Bereits zu früher Stunde war die "Wolfsklause" prächtig gefüllt, was den Opener "Izzy Bizzy" zu einem schwungvollen Auftritt animierte. Der frische Mix aus Funk, Punk und Alternative-Pop-Rock brachte etliche Tanzbeine in Schwung. "Wake Up, Break Up" oder "Familie Saubermann" versprühten jede Menge gute Laune und brachten den Karlsruhern viele neue Fans ein. Mit "Sick Of The Law" stellte sich anschließend eine der talentiertesten Rockbands aus der Ortenau vor. Der Stil des Vierers aus dem Lahrer Raum lässt sich als Alternative-Rock mit Einflüssen von Punk und Grunge beschreiben. Die Vergleiche mit "Nirvana" sind vor allem der Tatsache zu verdanken, dass der Gesang von Tobias Sigg dem vom Kurt Cobain sehr ähnelt, dürfen aber auch als Kompliment für die große Qualität von „Sick Of The Law“ verstanden werden. Für Titel wie "The Gathering" oder "Endless Nights" gab es kräftigen Applaus, ehe mit "Your World" der packende Set zu Ende ging. Der Haedliner hatte etwas Pech, dass gegen Mitternacht viele Partygänger zu anderen Zielen aufbrachen. So mussten die "Infected Slaves" vor relativ wenig Publikum beginnen. Doch die Band machte das Beste daraus und zeigte bei eigenen MelodicRock-Stücken ebenso was in ihr steckt, wie bei gelungenen Coverversionen von den "Rolling Stones" oder "Marylin Manson". Einen kurzen Technik-Ausfall überbrückten die Kehler gekonnt mit einer Akkustik-Version des "Oasis"-Hits "Wonderwall". Im Laufe des Auftrittes stieg die Besucherzahl und mit ihr die Stimmung wieder an. Bei "Zombie" von den "Cranberries" wirkte spontan eine Gastsängerin aus dem Publikum mit und "Seven Nation Army" von den "White Stripes" wurde von allen Anwesenden lauthals mitgesungen. Mit "Knockin' On Heaven's Door" ging das Konzert dann leider zu einem Zeitpunkt zu Ende, als die Laune der Zuhörer auf dem Höhepunkt war.

[09.10.2009] NARZISS

Narziss“ eine Klasse für sich!


Zahlreiche Fans harter Musikklänge fanden sich am vergangenen Freitag in der Wolfsklause ein. Und zwar aus gutem Grund: die ostdeutsche Hardcore-Legende „Narziss“ gab sich in Oberwolfach die Ehre. Doch auch das Vorprogramm hatte es in sich.

Als Vorband durften die Lahrer „Lysis“ ihr Können unter Beweis stellen. Nach dem Intro zeigte der Fünfer mit „32 Teeth“ und „Illusion Of Sunset“ gleich mal, wo der Hammer hängt. Fetter Gitarren und aggressives Shouting sind die Trademarks der Band. Der Mix aus Metal, Hardcore und Deathmetal fand guten Anklang im Publikum. Unüberhörbar auch der Qualitätssprung, den „Lysis“ seit ihrem letzten Auftritt in der Wolfsklause vor gut zwei Jahren gemacht haben. Songs wie „Black And White“ oder das abschließende „1000 Demons Under 13 Suns“ dokumentierten dies eindrucksvoll.

Eigentlich war für den Job als zweite Support-Band die Szenen-Größe „Longing For Tomorrow“ eingeplant, welche jedoch absagen musste. Mit „The Hand Of Glory“ konnte das „Wolfsklause“-Team jedoch ein echtes Ass aus dem Ärmel ziehen. Stilistisch ist die Musik der Hessen zwar etwas anders gelagert als bei den deutsch singenden „Longing For Tomorrow“, aber vom Niveau her waren „The Hand Of Glory“ mehr als nur ein Ersatz. Zwei Fünftel der Band stammen aus den USA, sind aber mittlerweile in Deutschland sesshaft. Der US-Metalcore á la „Killswitch Engage“ schimmert im Sound der Kapelle aber immer noch durch. Gepaart mit solider deutscher Gitarrenarbeit und dem guten Gesangswechselspiel zwischen Aggro- und Emo-Stimme, entstand ein explosives Gebräu, das bei Stücken wie „Carry The Weight Of The World“, „Red Tides“ oder „Falling Upon A Tragedy“ auch live prächtig funktioniert. „The Hand Of Glory“ ist eine Band mit richtig viel Potenzial, die sich an diesem Abend viele neue Fans gemacht hat.

Doch es kam noch besser. Waren die Publikumsreaktionen bei den Vorbands zwar gut, aber nicht euphorisch, so änderte sich das Bild beim Headliner „Narziss“ schlagartig. Kaum ertönten die ersten Klänge des Openers, da tickten die Fans völlig aus. Vor der Bühne war die Pogo-Wut ausgebrochen und auch in den hinteren Reihen fiel das Stillstehen schwer. Die Szene-Helden aus Jena sind live eine absolute Macht, das stellten sie auch in der „Wolfsklause“ wieder eindrucksvoll unter Beweis. Granaten wie „Meine Kleine Seele“ oder das geniale „Rätsel“ verwandelten die Tanzfläche ins reinste Schlachtfeld. Die äußerst sympathischen Thüringer bauten mit „Maskerade“ auch einen etwas ruhigeren Teil in ihr Konzert ein, um dann aber mit „Mein Brennend Herz“ und „Ita Est“ wieder zwei volle Breitseiten abzufeuern. Bestanden die älteren Songs vornehmlich aus derbem Hardcore, so sind in den neuen Sachen auch melodische Momente und eine Brise Metal zu finden. Abwechslung wird groß geschrieben, auch die Stimme von Alexander Bartsch pendelt zwischen aggressivem Shouting und klarem Gesang. Zusammen mit den intelligenten deutschen Texten entsteht ein Gesamtbild, welches in Deutschland seines Gleichen sucht. Dass die Fans in der sehr gut besuchten „Wolfsklause“ dies auch so sehen, unterstrich deren Reaktion beim Rausschmeißer „Der Achte Tag Der Woche“ noch mal überdeutlich. Großartiger Auftritt einer großartigen Band!

Im November erwartet die Rockfans ein Konzert-Doppelpack in der „Klause“. Am Freitag, den 6.11. präsentieren die Münchner „The Blackout Argument“ einen packenden Mix aus Punk, Hardcore und Metal und am Samstag, den 7. November, sind im Rahmen der „Hitradio Ohr Party-Nacht“ die Bands „Sick Of The Law“ („Nirvana“-Style), „Izzy Bizzy“ (Alternative-Funk-Punk-Mix) und „Infected Slaves“ (Rock) in Oberwolfach zu Gast.

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