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...::: WOLFSKLAUSE :::...

Konzerte

Konzertberichte

[04.01.2014] THE SETUP

Ein Auftritt voll unbändiger Energie

 
Am ersten Samstag des neuen Jahres machte die belgische Hardcore-Szenegröße „The Setup“ einen Abstecher nach Oberwolfach in die gut gefüllte „Wolfsklause“ und überzeugte die Zuhörer mit einem intensiven und energiegeladenen, wenn auch etwas zu kurzen Auftritt.
 
Der Konzertabend wurde eröffnet von der Offenburger Metalcore-Band „My Dying Faith“. Der Fünfer knallte den Anwesenden harte Riffs mit dynamischen Tempowechseln um die Ohren. Melodische Parts wurden mit brutalen Vocals und Breakdowns kombiniert. Die Truppe um Sänger Maze Mischief lieferte eine starke Vorstellung ab und konnte durch Songs wie „Shape Of A Heartless World“ oder „Ashes Embrace“ mit Sicherheit eine neue Fans gewinnen.


 
Dieses Niveau konnte die nächste Band nicht ganz halten. Die Musik der Metalcore-Truppe „Burning Nations“ aus Freiburg war vollkommen in Ordnung. Wohldosierte Härte in Form von wilden Moshparts traf auf eine gute Gitarrenarbeit inklusive einiger feiner Melodien. Allerdings ließ die Gesangsleistung teilweise etwas zu wünschen übrig. Applaus gab’s für Stücke wie „What You Mean To Me“ oder „Wanderer“ dennoch.
 


Deutlich euphorischer waren die Reaktionen des Publikums auf die Darbietung von „The Setup“. Die 2002 in Antwerpen gegründete Band bot einen intensiven Auftritt voller Energie. Wütenden, wuchtigen und ehrlichen Hardcore mit mächtigen Moshcore-Elementen haben sich die Belgier auf die Fahnen geschrieben. In punkto Dynamik und Groove erinnerten „The Setup“ an die frühen Werke von Bands wie „Born From Pain“ oder „Hatebreed. „Straßenkampf mit Hit-Charakter“, schrieb das Fachmagazin „Rock Hard“ über das aktuelle Album. Und das zu Recht, wie Songs der Marke „Walking Blind“, „Burn“ oder das grandiose „Trapped Under The Weight“ unter Beweis stellten. Sänger Kris Deweerdt, ein Bär von einem Mann, animierte die Leute auf der Tanzfläche zu schweißtreibenden Höchstleistungen. Diese zogen voll mit, was sich in intensiven Pogo-Eruptionen äußerte. Alles in allem ein begeisternder Auftritt einer ausgezeichneten Live-Band, der lediglich einen Schönheitsfehler hatte: die Spielzeit war wie in Hardcore-Kreisen üblich relativ kurz.
 

[03.05.2013] NEAERA

Unglaubliche Intensität beim „Neaera“-Konzert


Die Liebhaber von amtlichem Geknüppel kamen beim Konzert der Szenegröße „Neaera“ in der „Wolfsklause“ voll auf ihre Kosten.

Um halb acht waren die letzten übrig gebliebenen Tickets an der Abendkasse verkauft, sodass bereits 90 Minuten vor Konzertbeginn das „Ausverkauft“-Schild am Eingang prangerte. So durften schon die Jungs von „Andy Rive“ vor gut gefülltem Haus auf die Bühne. Die Nachwuchshoffnung aus Denzlingen überzeugte mit ihrem melodischen und dennoch harten Metalcore und brachte das Publikum mit Stücken wie „Open Sea“ oder „Sirens“ in Fahrt.


Die zweite Kapelle des Abends hieß „As Death Has No Calendar“, eine junge, talentierte Band aus der Gegend zwischen Achern und Rastatt. Melodischer, deutschsprachiger Metalcore mit packenden Breakdowns und anspruchsvollen Gitarrenriffs war angesagt, angelehnt an Vorbilder wie „Callejon“. Songs wie „Schattenspiel“ oder der Hit „Der Anfang vom Ende“ strotzten vor Energie und brachten die Anwesenden auf Betriebstemperatur für den Headliner.


Und dieser hieß „Neaera“. Zusammen mit Bands wie „Heaven Shall Burn“, „Maroon“ oder „Caliban“ bilden Münsteraner die Speerspitze der deutschen Metalcore-Szene. Dennoch waren sie sich nicht zu schade, den Fans im Schwarzwald einen Besuch abzustatten. Los ging es mit den Titeltrack des neuen Albums „Ours Is The Storm“. Von der ersten Sekunde an herrschte vor der Bühne Ausnahmezustand.
Im weiteren Verlauf bekam das Publikum bei Knallern wie „Armamentarium“, „Paradigm Lost“ oder dem Klassiker „The World Devourers“ einen packenden Mix aus Metalcore und Deathmetal der skandinavischen Schule auf allerhöchstem Niveau um die Ohren gepustet. Der Fünfer deckte mit der Setlist sämtliche Epochen seines musikalischen Schaffens ab und war sichtlich angetan von der ausgelassenen Stimmung in der „Wolfsklause“. Trotz sauna-ähnlichen Temperaturen spielten sich auf der Tanzfläche tumultartige Szenen ab.
 
Verschwitzte Körper flogen beim Pogotanzen wild durcheinander. Sänger Benjamin Hilleke wurde auf den Händen der Menge einmal quer durch die „Wolfsklause“ und wieder zurück zur Bühne getragen. Mit „Let The Tempest Come“ endete der reguläre Teil des Auftritts. Die Band ließ sich jedoch nicht lumpen und verlangte sich und der ausgelassenen Menge bei der ersten Zugabe „Synergy“ nochmals alles ab. Mit der zweiten Zugabe „In Defiance“ endete dann eines der intensivsten Konzerte, welches die „Wolfsklause“ je erlebt hat.

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