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Konzerte

Konzertberichte

Ausnahmezustand beim „Cataract“-Konzert

Ausnahmezustand beim „Cataract“-Konzert

Am vergangenen Wochenende fand in der Wolfsklause das letzte Konzert vor der Sommerpause statt – und was für eins. Die Schweizer Metalcore-Stars „Cataract“ waren zu Gast und versetzten den Musikkeller 70 Minuten lang in einen Ausnahmezustand.

Als Anheizer wurde die Donaueschinger Metal-Band „Epitome Of Frail“ verpflichtet. Der Fünfer hatte in jüngster Vergangenheit mit Wechseln im Line-Up zu kämpfen und nahm sich deshalb zuletzt eine kleine kreative Pause. Diese Auszeit in Verbindung mit den personellen Veränderungen merkte man der Band zwar zeitweise in puncto Genauigkeit an, jedoch machte sie dies durch jede Menge Enthusiasmus und Spielfreude wieder wett. Ihr Gebräu aus modernem Thrash der Marke „Soulfly“, einem Schuss Deathmetal und einer Brise Metalcore war genau der richtige Sound, um das Publikum für den Headliner aus Zürich aufzuwärmen. Die Mannen um Bandleader „Sebi“ Stumpe heimsten für Songs wie „Inconvenient Truth“, „Unity“ oder „Darkheart“ kräftigen Applaus von den tanzfreudigen Zuhörern ein und hinterließen eine aufgeheizte Menge.

Es bedurfte lediglich einiger Funken in Form der ersten Töne des „Cataract“-Openers „War Of Cultures“, um den Mob zum explodieren zu bringen. Vom ersten Song an war unglaublich viel Bewegung vor der Bühne. Pogotanzen, Headbangen, lauthals mitsingen – das volle Programm. Bereits nach wenigen Minuten des schweißtreibenden Konzertes glich die prall gefüllte Wolfsklause einer Dampfgrotte. Die Band hatte sichtlich Spaß an der actiongeladenen Stimmung und lief selbst zur Hochform auf. Metalcore-Perlen wie „As We Speak“, „Vanished In The Dark“ oder „On This Graveyard“ sorgten für kollektives Ausrasten. Auch neue Stücke wie “The Separation Of Life And Time” und “Burn At The Stake” stießen auf hervorragende Resonanz. Die Fans fraßen dem sympathischen Sänger Fedi Carminitana aus den Händen und dieser genoss die Macht über das tobende Publikum. Zum Ende des regulären Sets erreichte die Atmosphäre beim Über-Hit „Nothing’s Left“ eine in der Wolfsklause noch nie dagewesene Intensität. Diese wurde bei den Zugaben sogar noch getoppt. Die Darbietung der Cover-Versionen von „Blitzkrieg Bop“ (Ramones) und „Refuse/Resist“ (Sepultura) saugte auch die letzte noch vorhandene Kraft aus den Tanzwütigen. Erstaunlich, welche Energie manche Leute nach knapp 70 Minuten höchster körperlicher Anstrengung noch aus sich rauskitzeln konnten. Der Band verneigte sich nach dem Gig von den Fans, welche sich mit tosendem Beifall revanchierten.

Die Wolfsklause macht nun Konzert-Sommerpause bis Mitte September.

„Reise, Reise“ mit Randstein

„Reise, Reise“ mit Randstein

Vergangenes Wochenende tobte in der Wolfsklause mal wieder ordentlich der Mob. Nachdem die Vorband „Freezeebee“ die Menge ordentlich angeheizt hatte, legte die „Rammstein“-Coverband „Randstein“ unseren Konzertkeller sprichwörtlich in Schutt und Asche.

Trotz herrlichen Wetters fanden sich viele Fans schon früh in der Wolfsklause ein, um gemeinsam mit der Vorband „Freezeebee“ das Aufwärmprogramm zu bestreiten. Das Frankfurter Trio präsentierte eine mächtig groovende Mischung aus Rock, Metal und Soul. Ein satter Bass, treibende Drums und tiefergelegte Gitarrenwände wie bei „Shoot Me“ begeisterten ebenso wie lockere und funkige Rock Nummern á la „All Around“ oder „That’s Why“. Prächtig ergänzt wurde das Ganze durch den souligen Gesang von Gitarrist Jan Biermann. Auch die Gebrüder Aeppli, Florian am Bass und Johannes am Schlagzeug, scheuten sich nicht das Mikro in die Hand zu nehmen.
„Freezeebee“, wie auch das Publikum, hatten sichtlich Spaß am kurzen aber knackigen Auftritt.
Die Nackenmuskulatur war nun aufgewärmt und so konnten „Randstein“ endlich loslegen. Die „Rammstein“-Tributeband stammt aus dem Raum Karlsruhe und war schon vor zwei Jahren in der Wolfsklause zu Gast. Dies schien den Fans in bester Erinnerung geblieben zu sein, denn auch an diesem Abend war der Keller wieder brechend voll.
Die sechs Musiker waren in „Rammstein“-stylischen Outfits gekleidet und düster geschminkt. Vom ersten Song an war die Stimmung frenetisch. Die Menge feierte und „bangte“ was das Zeug hielt. Jeder sang lauthals mit bei Songs wie „Asche Zu Asche“, „Spieluhr“ oder „Feuer Frei“. Der bullige Sänger Alex Fels traf die Stimmlage von Rammstein-Sänger Till Lindemann nahezu perfekt und seine Kollegen an den Instrumenten sorgten in Kombination mit den eingespielten Original-Samples für echtes „Rammstein“-Konzertfeeling. Ein Killersong jagte den anderen und kleine Showeinlagen wie bei „Mein Teil“ oder „Bestrafe Mich“ amüsierten das begeisterte Publikum. Nach weit mehr als zwei Stunden Spieldauer, etlichen Zugaben und bei Temperaturen nahe dem Siedepunkt verließen die sympathischen Badener unter tosendem Applaus die Bühne. Viele der Besucher dürften am nächsten Morgen Muskelkater im Nackenbereich vom vielen Headbangen verspürt haben.


Prog-Rock-Trip mit „Prisma”

Prog-Rock-Trip mit „Prisma”

In der trotz etlicher Konkurrenzveranstaltungen gut gefüllten Wolfsklause wurden die Zuhörer am vergangenen Wochenende von der Züricher Band „Prisma“ auf eine musikalische Reise ins Land des „Prog-Rock“ mitgenommen.

Die Vorband „Intoxicated“ hatte ein wenig mit der Verlängerung beim DFB-Pokalfinale Bayern gegen Dortmund zu kämpfen. Viele Konzertbesucher trudelten erst etwas später in der Wolfsklause ein, sodass die Grunge-Rocker zu Beginn vor einer überschaubaren Anzahl von Zuhörern ihr Programm abspulten. Davon unbeeindruckt legten die Waldkircher einen spielfreudigen Auftritt hin. Im Mittelpunkt bei Songs wie „Monster“, „Nothing Left“ oder „Never Give Up“ stand eindeutig die energiegeladene Sängerin „Nick“ Marchioni mit ihrer rauen Stimme. Unter anerkennendem Applaus verließen die Musiker nach ihrer gelungenen Performance die Bühnenbretter.

Die Wolfsklause hatte sich mittlerweile gut gefüllt, als die Musiker von „Prisma“ loslegten. Der Vierer aus Zürich genießt momentan hervorragende Kritiken hinsichtlich des Debüt-Albums „Collusion“ und lockt vor allem Anhänger von Prog- und Alternative-Rockbands wie „Tool”, „A Perfect Circle“ oder auch „Porcupine Tree“ an. „Prismas“ Sound orientiert sich zwar an den großen Vorbildern, dennoch bewahren die Schweizer genügend Eigenständigkeit. Sie gehen weniger komplex, jedoch eine Spur rockiger zu Werke als beispielsweise „Tool“. „Over Bodies And Cases“ bildete den Opener und jegliche Aufmerksamkeit galt sofort dem Geschehen auf der Bühne. Ein dominanter Bass von Marc Müllhaupt, melodiöse Gitarren-Fills von Valentin Grendelmeier, treibende Drums von Andreas Wettstein und die beschwörende, charakterstarke Stimme von Michael Luginbühl zogen die Anwesenden sofort in ihren Bann. Mit „Paragon“ folgte der Opener der aktuellen Scheibe „Collusion“, eingeleitet von einem Streicher-Intro vom Band, für welches sich das Orchester des Züricher Opernhauses verantwortlich zeichnet. Frontmann Michael tanzte wie besessen auf der Bühne umher und zog mit seinem außergewöhnlichen und gestenreichen Auftreten alle Blicke auf sich. Nach über einer Stunde dynamischem Wechselspiel aus Härte und Ruhe verließen „Prisma“ die Bühne, um nach heftigen Zugabe-Rufen wieder zurückzukehren. Mit „Sield Land“ und „Perseverance“ zogen die Schweizer noch mal zwei Asse aus dem Ärmel, ehe das packende „Pink Floyd“-Cover „Another Brick In The Wall“ das Ende eines starken Konzertes bildete. Die Band hat durch diesen Auftritt sicherlich etliche neue Fans gewonnen, was nicht zuletzt der Andrang am Merchandising-Stand verdeutlichte.

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