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...::: WOLFSKLAUSE :::...

Konzerte

Konzertberichte

[13.04.2013] Middle Finger

Drei starke Punkbands gaben mächtig Gas


Die Zeit war endlich wieder einmal reif für eine amtliche Punkrock-Show in der „Wolfsklause“. Nach einer längeren Punk-Pause in der „Klause“ war am vergangenen Samstag die englische Band „Middle Finger Salute“ zusammen mit den Vorbands „Backslide“ aus Freiburg und „Some Living“ aus Achern in Oberwolfach zu Gast.

Als erstes betraten die fünf Jungs von „Some Living“ die Bühne und die Anwesenden staunten nicht schlecht ob der musikalischen Darbietung der jungen Truppe. Flotter Punkrock, eine Brise Ska und die fetzige Melodien der Posaune ergaben einen äußerst unterhaltsamen Mix, der das Stillstehen fast unmöglich machte. Stücke wie „Against The Wall“ oder der „Sailor Song“ versprühten jede Menge gute Laune. Top Auftritt einer richtig guten Band.

Somit lang die Messlatte für „Backslide“ aus Freiburg recht hoch. Dies war für die „alten Hasen“ jedoch kein Problem. Die Band war vor über zehn Jahren eine feste Größe in der europäischen Streetpunk-Szene. Nach einer langen Pause gibt der Vierer nun mit seinem Anfang Mai erscheinenden Album „A Dark And Blackened Night“ ein interessantes Comeback. Die Zuhörer in der „Wolfsklause“ bekamen einen hochprozentigen Cocktail aus Punk, Rock und Sleaze auf die Ohren. Packende Songs der Marke „Cannonball“ oder „The Best“ ließen die Menge ausgiebig tanzen. Mit dem Klassiker „Teenage Riot“ neigte sich eine gute Show dem Ende entgegen.

Die Hütte war mittlerweile sehr gut gefüllt, doch die Hauptband „Middle Finger Salute“ machte die Atmosphäre noch kuscheliger, indem sie, abgesehen vom Schlagzeuger, ihre Instrumente und Mikros schnappten und vor der Bühne spielten. Die somit erzeugte Enge auf der Tanzfläche sorgte sofort für blendende Stimmung. Bei Knallern wie „Looking Back“, „Thanks“ oder „One Horse Town“ war ordentlich Bewegung im Publikum. Dem Quartett aus Blackburn gefiel die ausgelassene Atmosphäre in der „Wolfsklause“ sichtlich. Den Fans gefiel’s ebenfalls prächtig, sie feierten die Engländer lautstark und forderten vehement Zugaben. Mit einem Rausschmeißer in Form eines Hardcore-Songs endete ein hörenswerter Konzertabend mit drei starken Bands.
Das nächste „Klause“-Konzert findet am Freitag, dem 3. Mai statt. Dann ist das Metal-Schwergewicht „Neaera“ aus Münster zu Gast. Alle Infos zum Karten-Vorverkauf sind unter www.wolfsklause-konzerte.de zu finden.
 

[09.03.2013] Cataract

Jede Menge Pogo-Action bei „Cataract“


Am vergangenen Wochenende statteten die Schweizer Metalcore-Helden „Cataract“ der „Wolfsklause“ zum vierten Mal einen Besuch ab. Da der letzte Auftritt der Band in Oberwolfach bereits über drei Jahre zurücklag, waren die Fans entsprechend „heiß“ auf die Züricher.

Trotz ihrer beachtlichen Erfolge sind „Cataract“ eine sympathische und bodenständige Band geblieben, die auch gerne in kleinen Clubs wie der „Wolfsklause“ spielt. Das merkte man den Mannen um Sänger und Aktivposten Federico Carminitana ab der ersten Sekunde ihres Auftritts an. Mit „War Of Cultures“, dem Hammer-Song „On This Graveyard“ und dem flotten „Killing Tool“ legte der Fünfer gleich zu Beginn eine mächtige Schlagzahl vor. „Cataract“ knallten den Zuhörern eine dynamische Mischung aus Thrashmetal, Hardcore und einer Brise Deathmetal um die Ohren. Vor allem live ist dieses Gebräu an Intensität kaum zu überbieten. Vor der Bühne ging mächtig die Post ab. Tumultartige Szenen, fliegende Haare und crowdsurfende Fans – das volle Programm war geboten.



Egal ob alt oder neu: kaum ein Song-Highlight fehlte in der Best-Of-Setlist der Schweizer. Über „Vanished In The Dark“ und dem Klassiker „Nothing’s Left“ ging es zum Zugabenteil, wo die Metal-Version von „Blitzkrieg Bop“ die letzten Reserven aus der verschwitzen Menge herauskitzelte. Ein sehenswerter Konzertabend ging zu Ende, woran auch die beiden Vorbands ihren Anteil hatten.



Den Startschuss gab die Offenburger Nachwuchs-Hoffnung „Among The Swarm“. Die Band spielt modernen Metal mit unberechenbaren wie eingängigen Songstrukturen und scheut tonnenschwere Breakdowns genauso wenig wie wohl dosierte Passagen mit Clean-Gesang. Songs der Marke „Buried In Oblivion“ oder „The Odessa Staircase“ kamen prächtig an bei den Zuhörern.



Das Lineup komplettierte die Stuttgarter Thrashcore-Band „Davidian“. Die Jungs legten einen enorm energiegeladenen Auftritt hin. Markante Melodien wechselten sich mit derben Wutbrocken ab. Vor der Bühne wurden die Mähnen geschüttelt, was das Zeug hielt und auf der Bühne schrie sich Sänger Tobias Brausch bei Knallern wie „Fake Society“ oder „Behind An Angelic Smile“ die Seele aus dem Leib. Starke Leistung!



Beim nächsten Konzert in der „Wolfsklause“ sind am Samstag, dem 13. April die englische Punkband „Middle Finger Salute“, die Freiburger Punk`n`Roller „Backslide“ und die Acherner Trompeten-Punkrocker „Some Living“ zu Gast. Die nächste Ausgabe von „Metalworks“ steigt am Ostersamstag.

[29.12.2012] Do Or Die

Die Belgier ließen es mächtig krachen


Nach dem etwas gemäßigteren Rockkonzert mit „Sinew“ und „Earthlimb“ im November gab es in der „Wolfsklause“ diesmal die volle Dosis Hardcore und Metal. Die belgische Hardcore-Szenegröße „Do Or Die“ war in Oberwolfach zu Gast. Auch die beiden Vorbands „Selfish Hate“ und „Epitome Of Frail“ gaben kräftig Gas.

Im Gegensatz zu manch anderen Konzerten war schon bei der ersten Band ordentlich was los vor der Bühne. „Selfish Hate“ aus Freiburg brachten einige Fans mit und entzückten diese mit ihrem brachialen Oldschool-Hardcore inklusive Metal-Kante. Zu den Klängen des seit 2006 aktiven Quartetts wurde im Moshpit ausgiebig der Weihnachtsspeck geschüttelt. Highlights waren unter anderem „Today, Tomorrow, Forever“ und „Seventynine“.



Mit „Epitome Of Frail“ wurde es dann etwas metallischer. Die Donaueschinger waren bereits zweimal in der „Wolfsklause“ zugegen. Seit ihrem letzten Gastsspiel hat sich einiges getan. Die Band hat mit Pierre Mochar einen neuen Sänger und der Metalsound des Fünfers ist eine Spur extremer geworden im Vergleich zu früheren Tagen. Als Vorbilder dienen nun Bands wie „The Black Dahlia Murder“, „All Shall Perish“ oder „Parkway Drive“. Harte Brocken wie „This Is Not Humanity“ oder „Day In August“ kamen gut an bei der Menge.



„Do Or Die“ waren aufgrund ihrer langen Anreise erst spät in der „Wolfsklause“ eingetroffen. Die Belgier akklimatisierten sich jedoch in Windeseile und legten einen furiosen Gig auf die Bühne. Der brettharte Sound des Sextetts aus Mons vereint Hardcore der alten Schule mit moshkompatiblen Riffs der Marke „Hatebreed“ oder „Machine Head“, fetten Breakdowns und den massiven Shouts der beiden Frontmänner Chris Michez und Stéphane Frocheur. Auf der Tanzfläche ging es bei Knallern wie „Heart Full Of Pain“ oder „I Will Rise Again“ mächtig ab. Sowohl die Band, als auch das Publikum hatte einen Heidenspaß. Auch eine kurze Pause aufgrund eines Saitenwechsels am Bass tat der guten Stimmung keinen Abbruch, denn Oldie Ruddy Collyns überbrückte die Lücke mit einem gekonnten Schlagzeugsolo. „Breakthrough“ und „B.F.“ sorgten nochmals für Tumulte vor der Bühne und zeigten, dass „Do Or Die“ zurecht zu den großen Nummern in der  europäischen Hardcore-Szene gehören.



Am Freitag, dem 18. Januar findet die nächste Auflage von „Metalworks“ mit DJ „Matsche“ in der „Wolfsklause“ statt. Mit den Konzerten geht es nach Fasnacht wieder weiter.

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